Schultheater

Mülheimer Schultheatertage gehen zum 13. Mal über die Bühne

 „Stadt unten“ heißt eine Theaterproduktion der Willy-Brandt-Schule, die bei den Schultheatertagen in Mülheim zu sehen ist.

 „Stadt unten“ heißt eine Theaterproduktion der Willy-Brandt-Schule, die bei den Schultheatertagen in Mülheim zu sehen ist.

Foto: Willy-Brandt-Schule

Mülheim.  Die 13. Schultheatertage starten am 26. Juli im Theater an der Ruhr. 175 Schüler aus 7 Schulen bringen selbst erarbeitete Stücke auf die Bühne.

Diese Zahl sollte allen Beteiligten Glück bringen: Zum 13. Mal gibt das Theater an der Ruhr theaterschaffenden Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Stücke und Projekte unter professionellen Bedingungen auf der großen Bühne zu zeigen. Die Schultheatertage 2019 finden vom 26. bis 28. Juli am Raffelberg statt.

Mit dabei sind diesmal 175 Schüler aus sieben Schulen. Eine Truppe stammt aus Duisburg (Hildegardis Gymnasium), die anderen aus Mülheim. Beteiligt sind die Willy-Brandt-Schule, die Gustav-Heinemann-Schule, das Berufskolleg Stadtmitte, die Otto-Pankok-Schule, die Karl-Ziegler-Schule und die Gesamtschule Saarn.

Aufführungen dauern 30 Minuten

„Wie immer, haben wir alle Schulen angeschrieben und eingeladen, mitzumachen und ihre Produktionen, die sie schon in der Schule gezeigt haben, erneut zu zeigen. Die Aufführungen bei uns dürfen allerdings nicht länger als 30 Minuten sein, deshalb haben einige Gruppen ihre Inszenierungen etwas abändern müssen“, sagt Julia Meschede, Theaterpädagogin am Theater an der Ruhr.

Theatertage sind kein Wettbewerb

Eine Auswahl treffen die professionellen Theatermacher nicht. Jede Gruppe, die sich meldet, kann mitmachen. Auch eine Prämierung findet nicht statt. „Es ist kein Wettbewerb. Es geht einfach darum, das Spektrum an Theaterformen, die in Mülheimer Schulen existieren, sichtbar zu machen“, so Meschede. Diesmal seien sehr viele Eigenproduktionen im Programm, also selbst geschriebene und selbst entwickelte Stücke. Nur das Karl Ziegler Gymnasium zeigt mit „Double Bind - du bist anders als du denkst“ ein Autorenstück – allerdings fürs Schultheater umgeschrieben. Auch „Der kleine Prinz“ – dargeboten von der Gustav-Heinemann-Schule – sei nicht das Original von Saint-Exupéry, sondern bediene sich nur bestimmter Ideen aus der Vorlage.

Trend zu selbst entwickelter Bühnenkost

Gründe für den Trend zu selbst entwickelter Bühnenkost gebe es mehrere: „Zum einem wirtschaftliche, denn die Rechte für Stücke von Autoren kosten Geld“, so die Theaterpädagogin. Wichtiger sei vielleicht aber der theaterpädagogische

Hintergrund. „Es gibt die Tendenz, den Jugendlichen mehr Stimme zu geben, die gemeinsame Stückentwicklung zu fördern.“ Vor allem in den Schulkursen des Faches „Darstellen und Gestalten“ gehe es darum, theatrale Mittel und sich selber auszuprobieren.

Drei Tage verbringen die Schüler im Theater an der Ruhr, schauen sich die Stücke der anderen Gruppen an, diskutieren in Nachgesprächen, geben ihre Stimme zu Aufführungen ab. Außerdem können sie sich weiterbilden. Theaterpädagogen und Schauspieler sind eingeladen und geben Workshops; zum Beispiel zu den Themen Impro-Theater, chorisches Sprechen, Aikido-Bühnenkampf oder Technik.

Workshops von Profis finden statt

Vorbereitet wurden die Theatertage übrigens auch von einigen Schülern. Die sogenannten „Bühnenstreber“ haben sich zusammen mit Julia Meschede die Gestaltung des Foyers ausgedacht oder Ideen zum Rahmenprogramm entwickelt, sie werden auch die Moderation bei den Theatertagen übernehmen.

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