Auslieferung

Nach Bluttat in Styrum: Verdächtiger in Deutschland in Haft

Mit einem Großaufgebot suchte die Polizei nach dem Einbruch nach den Tätern.

Mit einem Großaufgebot suchte die Polizei nach dem Einbruch nach den Tätern.

Foto: Rene Anhuth/ANC-NEWS (Archiv)

Mülheim.   Nach einem brutalen Einbruch in Mülheim ist der Hauptverdächtige aus Rumänien ausgeliefert worden. Die Tat liegt schon fast zwei Jahre zurück.

Überraschende Wende in einem spektakulären Fall: Fast zwei Jahre nach dem brutalen Einbruch an der Roonstraße in Styrum ist der mutmaßliche Haupttäter nun doch von Rumänien nach Deutschland ausgeliefert worden. Seit Dienstag sitzt Petru-Ciprian C. hier im Gefängnis in Untersuchungshaft. Gegen ihn wurde ein Europäischer Haftbefehl vollstreckt. Gesucht wurde C. wegen versuchten Mordes.

C. soll am 26. Februar 2017 nachts mit zwei Komplizen über die Rückseite in das Haus einer Familie mit zwei kleinen Kindern eingestiegen sein. Das Trio attackierte den damals 37-jährigen Vater, der dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten hatte. „Wir gehen davon aus, dass C. die Waffe geführt hat“, sagte die zuständige Staatsanwältin. Darauf deuteten die sichergestellten DNA-Spuren hin. Nach der Attacke auf den Familienvater flüchteten die Einbrecher und entledigten sich noch auf der Flucht ihrer Beute, einiger hochwertiger Elektro-Geräte.

Erst festgenommen und dann wieder auf freiem Fuß

C., der sich in Deutschland ohne festen Wohnsitz aufhielt, war in den Monaten vor der Tat bereits mehrfach wegen Einbruchs- und Diebstahlsdelikten im Großraum Ruhrgebiet auffällig geworden. Er setzte sich nach Rumänien ab, wo er erst festgenommen und dann wieder auf freien Fuß gelassen worden war - ohne jede Zugriffsmöglichkeit der deutschen Behörden. Auch in seinem Heimatland wurde gegen den Mann wegen Eigentumsdelikten ermittelt, vor einer möglichen Auslieferung sollte das zunächst abgeschlossen werden. Unklar blieb am Mittwoch, ob das bereits teilweise oder ganz geschehen ist.

Die beiden Komplizen sind weiter flüchtig. Einer der beiden ist wohl zumindest namentlich bekannt. Er soll sich zwischenzeitlich in Österreich aufgehalten haben. Auch von ihm wurden DNA-Spuren gesichert. Zu dem dritten soll C. selbst in Rumänien Angaben gemacht haben. Von ihm fehlt aber noch jede Spur. Klarheit über den genauen Tathergang und auch den Tatbeitrag der Einbrecher soll nun die Vernehmung des Verdächtigen bringen. Das soll in den nächsten Tagen geschehen.

Die Tat hatte vor knapp zwei Jahren für Entsetzen weit über die Mülheimer Stadtgrenzen hinaus gesorgt. Das Opfer, so heißt es aus dem Umfeld der Familie, soll bis heute unter den Folgen der Tat leiden.

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