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Noch viel Leerstand im neuen Stadtquartier Schloßstraße

Am Stadtquartier Schloßstraße werden die Schaufenster zu Infotafeln eines großen Exposés. Rund 1500 Quadratmeter sind noch frei.

Am Stadtquartier Schloßstraße werden die Schaufenster zu Infotafeln eines großen Exposés. Rund 1500 Quadratmeter sind noch frei.

Foto: Tamara Ramos

Mülheim.   In Mülheims neuem Stadtquartier Schloßstraße stehen noch viele Ladenlokale leer. Die Träume von einer Sky-Bar sind geplatzt. Die Zeit wird knapp.

Am Stadtquartier Schloßstraße (SQS) wird im Moment eifrig gearbeitet. Fitnesscenter FitX und Seniorenresidenz von Alloheim sind die nächsten, die in den nächsten Tagen einziehen. Aber im SQS sind auch noch viele Flächen frei. Im Erdgeschoss sind die Fenster verklebt. Zu sehen sind dort die Angebote für die verbleibenden fünf freien Flächen mit rund 1500 Quadratmetern und der Telefonkontakt.

Es ist ein Exposé im XXL-Format. Im Vergleich zu 38.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche des gesamten Gebäudes ist es nicht gerade viel, aber es sind attraktive Flächen im Erdgeschoss, die ins Auge fallen, wenn sie längerfristig leer stehen. Mit 2400 Quadratmetern hat sich hier das Personalamt der Stadtverwaltung eingemietet. Die größte freie Fläche ist 640 Quadratmeter groß, sie wäre ideal für Gastronomie.

Vermarktung ist schwieriger als erwartet

Die Vermarktung ist schwieriger als erwartet. „Durch den langjährigen Leerstand des Kaufhofs hat die Schloßstraße eine negative Entwicklung. Es ist unser Wunsch und Wille, diese Abwärtsspirale zu stoppen und umzudrehen“, versichert Vera Kranz, Sprecherin von Fortress Immobilien, die gemeinsam mit den GRS Beteiligungen von Gerd Rainer Scholze das Projekt stemmt.

Aber größere Filialisten haben bislang noch nicht zugesagt. Ursprünglich hatte man einen Bioladen im Blick, auch mit einer Drogeriemarktkette verhandelt. Gegenüber bei der Revitalisierung von Woolworth, eine erste positive Reaktion auf SQS, ist die Erfahrung ähnlich. Auf der Liste der Investoren, so der Architekt Ralph Linge-Boom, rangiere Mülheim unter ferner liefen hinter Dessau.

Sportsbar „Three Sixty“ wollten nicht ins Obergeschoss

Offen ist auch noch die Gastronomiefläche im sechsten Obergeschoss gleich neben der Muckibude. Ursprünglich hatten die Investoren gehofft, dort mit der Sportsbar „Three Sixty“ einig zu werden, die sich seit Jahren auch in Bochum und Oberhausen großer Beliebtheit erfreut. Doch die Gastronomen bevorzugten den Platz im Erdgeschoss gleich neben Mezzomar und einem griechischen Lokal, die in dem Komplex des MWB eifrig Vorbereitungen treffen.

Für den exponierten Platz mit dem unbeschreiblichen Ausblick, der auch seinen Preis hat, können sich die Investoren von Fortress, so Kranz, auch andere Lösungen vorstellen. Etwa eine attraktive Penthouse-Wohnung. Hier geht es um 360 Quadratmeter. Auf jeden Fall soll die Fläche mit einem attraktiven, beleuchteten Aufzug erschlossen werden. „Das wird ein echter Blickfang“, ist sich Kranz sicher.

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