Mysteriöser Fall

Seit drei Monaten vermisst: keine Spur von Santo Sabatino

Die Polizei hat die Suche nach Santo Sabatino, hier auf einem Archiv-Bild mit einem Geschäftspartner, inzwischen auf mehrere europäische Länder ausgeweitet. Bislang ist sie erfolglos.

Die Polizei hat die Suche nach Santo Sabatino, hier auf einem Archiv-Bild mit einem Geschäftspartner, inzwischen auf mehrere europäische Länder ausgeweitet. Bislang ist sie erfolglos.

Foto: Stefan Arend (Archiv)

Mülheim.   Von dem Edel-Gastronom Santo Sabatino fehlt weiter jede Spur. Vor genau drei Monaten verschwand der Mülheimer. Der Fall bleibt rätselhaft.

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Auch drei Monate nach seinem Verschwinden fehlt von dem Promi-Wirt Santo Sabatino weiter jede Spur. Der Vermissten-Fall bleibt so rätselhaft, wie er vom ersten Tag an war. Die Suche nach dem Mülheimer Gastronomen sei inzwischen zwar auf „einige europäische Länder“ ausgeweitet worden, sagt die Essener Polizeisprecherin Annika König: „Aber wir haben weiter keinen konkreten Hinweis auf seinen Aufenthaltsort. Wir warten weiter auf den entscheidenden Hinweis.“ Auf welche Länder sich die Polizei bei ihrer Suche konzentriere, wollte die Sprecherin mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht kommentieren. Die kurz nach Sabatinos Verschwinden eingesetzte Ermittlungskommission ist zwar inzwischen reduziert worden, laut König gebe es aber noch immer „ein festes Team, das weiter an dem Fall arbeitet“.

Offen bleibt auch weiterhin, wie ernst die Bedrohungen seitens einer Frau gewesen sind, wegen der sich Sabatino vor seinem Verschwinden bei der Polizei in Düsseldorf gemeldet und die er auch formell angezeigt hatte. Das entsprechende Ermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Akten dazu liegen mittlerweile ebenfalls im Essener Präsidium.

Die Polizei sucht weiter nach Hinweisen

Gegenüber der Boulevard-Zeitung „Express“ haben die Kinder des Vermissten inzwischen eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für gezielte Hinweise auf den Verbleib ihres Vaters ausgelobt. Die Polizei sei dabei nicht involviert gewesen, sagt Sprecherin König. Das gelte auch für ein ebenfalls im „Express“ beworbenes „Sondertelefon“, über das auch anonyme Hinweise abgegeben werden könnten. Die Polizei betont, dass sich Hinweisgeber über die offizielle Telefonnummer der Behörde melden sollten und das auch weiter tun können: 0201/829-0.

Santo Sabatino verschwand am 20. Juli um 4 Uhr morgens ohne Handy und Papiere aus dem Haus der Familie am Nachbarsweg in Saarn. Neun Tage später meldete ihn seine Ehefrau als vermisst. Weiter rätselt die Polizei, ob der Mülheimer aus freien Stücken verschwunden ist oder ob er Opfer einer Straftat geworden ist.

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