Konfirmation

Wie sich Mülheimer Jugendliche ihre „Traumkirche“ vorstellen

„Wir finden es schade, dass Kirchen oft so dunkel sind und nicht einladend aussehen. Unsere glitzert“, sagen Finn (li.)  und Mika.

„Wir finden es schade, dass Kirchen oft so dunkel sind und nicht einladend aussehen. Unsere glitzert“, sagen Finn (li.) und Mika.

Foto: Martin Möller

Mülheim.   Konfirmanden aus Mülheim zeigen Modelle ihrer „Traumkirche“. Immer weniger Jugendliche gehen zur Konfirmation, bringen aber immer mehr Gäste mit.

Wie sieht Eure Traumkirche aus? Mit dieser Frage haben sich Jugendliche aus Dümpten in den vergangenen Wochen beschäftigt. Es sind 13- bis 14-Jährige, die alle mit Kirche noch etwas am Hut haben: die diesjährigen Konfirmanden. Im Rahmen ihres einjährigen Vorbereitungsunterrichtes, den Pfarrerin Gundula Zühlke, Jugendleiter Simon Sandmann und zwei Ehrenamtliche betreuen, haben sie nachgedacht, Stichworte notiert und Modelle gebastelt.

Die Mädchen und Jungs finden: In der Kirche könnte es komfortabler zugehen, chilliger. Ein „Ort der Entspannung“ sollte Gottes Haus sein, mit Wohlfühlatmosphäre, angenehm beleuchtet, gerne nah am Wasser gebaut. Andere wünschen sich „ein Zuhause“, mit familienfreundlichem Charakter, einladend, vielfältig, bunt und lebendig. Ideen, die sicher einiges über die Bedürfnisse des christlichen Nachwuchses verraten.

Immer weniger Konfirmanden in Mülheim

Die Tendenz der vergangenen Jahre zeigt nach unten, wenn auch im Zick-Zack: In Mülheim entscheiden sich immer weniger Jugendliche, an der Konfirmation teilzunehmen. In diesem Jahr sind es insgesamt 286. In den sieben Gemeinden wurde, beziehungsweise wird an unterschiedlichen Terminen gefeiert: Den Auftakt machte Johannis bereits am 7. April, in der Petrikirche werden die Konfirmanden dagegen erst am letzten Mai-Wochenende gesegnet.

In der evangelischen Matthäuskirche an der Oberheidstraße, wo die Jugendlichen ihre Traumkirchen präsentieren, gibt es in diesem Frühling 28 Konfis. Im Vergleich der vergangenen Jahre habe sich die Zahl in ihrer Gemeinde kaum verändert, berichtet Pfarrerin Zühlke.

Konfirmanden-Zahl in der Matthäuskirche stabil

Dennoch gibt es zwei Gottesdiensttermine, am 5. und am 12. Mai, denn zur Konfirmation, früher ein Fest im engen Familienkreis, werden immer mehr Verwandte und Freunde eingeladen.

Die Pfarrerin ist zuversichtlich, dass sie den einen und die andere auch künftig in ihrer Kirche sehen wird, auch wenn es noch nicht die Traumkirche ist.

Was die Konfirmation bedeutet

Die Konfirmation in der evangelischen Kirche bekräftigt die Annahme der jungen Menschen durch Gott, deren Grundlage die Taufe bildet. Sie wird an der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsenenleben gefeiert.

Die Jugendlichen werden in einem festlichen Gemeindegottesdienst gesegnet. Wer konfirmiert ist, darf selbstständig am Abendmahl teilnehmen. Konfirmierte können auch Taufpatin oder -pate werden.

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