KG Blau-Weiß

16 Bühnen-Entwürfe zur Auswahl für Neheimer Karnevalisten

Welcher Entwurf wird das neue Bühnenbild bei der blau-weißen Prunksitzung? Die Auswahl treffen (von links)  Haimo Hieronymus, Gertrud Franke, Andrè Schumann und  Nicole Welke

Welcher Entwurf wird das neue Bühnenbild bei der blau-weißen Prunksitzung? Die Auswahl treffen (von links) Haimo Hieronymus, Gertrud Franke, Andrè Schumann und Nicole Welke

Foto: WP

Neheim.  Ein lang gehegter Herzenswunsch der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim geht nun endlich in Erfüllung. Es ist ein großflächiges Bühnenbild für die Prunksitzungen im Kaiserhaus. Bisher hingen der aktuelle Sessionsorden und einige Masken an dem dunkelroten Vorhang auf der Aktionsbühne im Würfel des Kaiserhauses. „Die hohen Herstellkosten haben uns immer wieder ausgebremst“, so Gertrud Franke, Präsidentin der KG-Blau-Weiß-Neheim.

Gerd Hagedorn, Vertreter des Vor-standes der Sparkasse Arnsberg-Sundern, gab ihr den Rat, ein Schülerprojekt daraus zu machen. Gesagt, getan, und die Karnevalisten konnten Haimo Hieronymus, Deutsch- und Kunstlehrer am St.-Ursula-Gymnasium, dafür ge-winnen. 27 Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 (Q1) machten sich an die Arbeit und es kamen 16 Bühnenbild-Entwürfe dabei heraus. Der Vorstand der Nehei-mer Karnevalisten hatte nur zwei Wünsche für das neuen Bühnenbild geäußert, Vereinsfarben und Möppelpärchen sollte es enthalten. „Das war schon eine Herausforderung für uns, die jetzt schon sehr viel Spaß macht“, betont Hieronymus.

Bühnenbilder studiert

Für das Projekt studierten die Schüler zuerst Bühnenbilder von verschiedenen Theatern. Die Frage war aber, was für Elemente benötigen wir um Karnevalsstimmung zu vermitteln. Dann konzentrierte man sich auf Objekte des Karneval aus Köln, Düsseldorf und Bonn. Da entdeckte man, dass die Bilder immer ein Bezug zur Stadt oder Ort haben. Also mussten Objekte gefunden werden, die Neheim einmalig machen und prägen. So flossen in die Entwürfe, der Sauerländer Dom, Synagoge, Fresekenhof, Ruhr, Möhne, Christuskirche und Leuchten mit ein. Ein Entwurf enthielt sogar einen Bezug zum „Bayerische Abend“ des Neheimer Jägervereins. Hieronymus erklärte den Vertretern der KG-Neheim, wie ein Bühnenbild aufgeteilt wird: „Das Bild darf nicht leer sein, es muss immer etwas passieren. Besonders wenn keine Aktion auf der Bühne stattfindet.“ Wenn Aktionen sind, muss der Verein in den Vordergrund rücken. „Das neue Bühnenbild soll nicht nur für eine Session sein. Es soll uns eine lange, lange Zeit bei den Prunksitzungen be-gleiten“, betont Franke. Deshalb war es so wichtig für die Schüler, einen direkten Bezug zu Neheim einfließen zu lassen. Als die Entwürfe erstellt waren, entstanden schon sehr viele Diskussionen und es kristallisierten sich Favoriten heraus.

Nach der Auswahl geht Hieronymus mit seinen Schülern und Schülerinnen an die nächste Aufgabe. Das Bühnenbild wird strukturiert und erhält den symmetrischen Aufbau. Es wird eine Breite von zwölf und eine Höhe von fünf Metern haben. Der Öffentlichkeit wird es während der Prunksitzung am Samstag, 31. Januar, um 19.31 Uhr im Kaiserhaus vorgestellt.

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