Firmenverkauf

Ära Brökelmann endet: FWB an Knauf Interfer verkauft

Blick auf das FWB-Werk in Ense-Höingen.

Blick auf das FWB-Werk in Ense-Höingen.

Foto: WP

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Neheim/Ense.  Anfang dieses Monats ist die Ära Brökelmann im FWB-Aluminiumwerk in Ense-Höingen zu Ende gegangen. Der langjährige Mehrheitsgesellschafter und Neheimer Unternehmer Friedrich Wilhelm Richard Brökelmann hat (wie auch die anderen bisherigen Minderheitsgesellschafter) die Firmenanteile komplett an den in Essen ansässigen Stahl- und Aluminiumverarbeiter Knauf Interfer verkauft.

Die Knauf-Interfer-Gruppe verfügte bereits über ein Aluminiumwerk in Werl und kann nun den durch den Firmenzukauf sein Geschäftsfeld im Bereich Aluminium deutlich erweitern. Die Knauf-Interfer-Gruppe arbeitet mit über 20 spezialisierten Unternehmen auf fünf operativ-strategisch eigenverantwortlichen Geschäftsfeldern: Distribution, Stahlverarbeitung, Stahl-Service-Center, Kaltwalzen und Aluminium

270 Mitarbeiter in Höingen

Zu FWB Brökelmann Aluminium gehören neben dem rund 270 Mitarbeiter starken Stammwerk in Ense-Höingen auch die beiden Zweigwerke in Dortmund-Wickede mit ca. 100 Mitarbeitern und im polnischen Opole mit ca. 50 Mitarbeitern. Der knapp 70-jährige Friedrich Wilhelm Richard Brökelmann hatte bereits Anfang 2014 den Firmenverkauf in einer Betriebsversammlung angekündigt, weil aus seiner Familie ein Nachfolger für die Betriebsübernahme fehle.

Friedrich Wilhelm Ottilius Brökelmann hatte das FWB-Werk im Jahr 1910 in Neheim gegründet. 1962 eröffnete FWB ein Zweigwerk in Ense-Höingen, wohin dann im Jahr 1985 das komplette Werk verlagert wurde. Von FWB blieb im Neheimer Möhnepark das mehrgeschossige Industriegebäude übrig, in dem sich heute u. a. Räume der Volkshochschule befinden. In einem Gespräch mit unserer Zeitung im Mai 2014 betonte F. W. R. Brökelmann: „FWB Brökelmann Aluminium ist finanziell solide aufgestellt. Wir liefern heute hochkomplexe und hochpräzise Aluminiumprofile für Autos, Gebäude-Elemente oder zur Weiterverarbeitung in der Metall- und Elektroindustrie.“

F. W. R. Brökelmann ausgeschieden

Mit dem Verkauf der Gesellschafteranteile ist F. W. R. Brökelmann nach 30 Jahren als Firmenchef aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Der neue Eigentümer Knauf Interfer sieht FWB und Interfer Aluminium für die Zukunft hervorragend aufgestellt. „Unter der Leitung von Brökelmann hat das Unternehmen FWB einen wahren Innovationsschub erlebt und den Weg in die technologische Spitzenklasse gefunden. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen“, so Dr. Klaus Kremper, Vorstandsvorsitzender/CEO von Knauf Interfer.

HINTERGRUND

Neuer Chef für Aluminium-Bereich FWB / Interfer

Dr. Michael Heußen führt als Sprecher die neue Geschäftsfeldleitung Aluminium bei Knauf Interfer. Zur Geschäftsfeldleitung Alumiumum gehören die FWB-Manager Michael Schneider (Technik/Betrieb) und Franz Jost (Finanzen/Personal) sowie die beiden Interfer-Aluminium-Manager Eckhard von Zabiensky (Vertrieb) und Heribert Hardekopf (mechan. Weiterbearbeitung).

Durch die Integration der Unternehmen FWB/Interfer verfügt das Geschäftsfeld Aluminium über insgesamt fünf moderne Strangpressanlagen sowie hochpräzise CNC-Bearbeitungszentren.

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