Tradition

Fest zeigt kulturelle Vielfalt in Neheim

Eine Folkloregruppe aus Albanien zeigt eine traditionelle Darbietung, die beim Publikum gut ankam.

Eine Folkloregruppe aus Albanien zeigt eine traditionelle Darbietung, die beim Publikum gut ankam.

Foto: Frank Albrecht

Neheim.   „Dies Internationalis“ wartet mit Musik, Tanz und Speisen aus vielen Ländern auf. Imposantes Friedensgebet in Mittagsstunde.

Ein Besuchermagnet war der „Dies Internationalis“: Tausende Gäste strömten beim ganztägigen Fest zum Neheimer Marktplatz, wo das 50-jährige Bestehen des „Dies“ gefeiert wurde. Zur Eröffnung erinnerten Bürgermeister Ralf Paul Bittner und die Ehrenvorsitzendes des Internationalen Arbeitskreises, Gabriele Schüttelhöfer, an die Geschichte des Festes und hoben die Bedeutung für das friedliche Zusammenleben in der Stadt Arnsberg hervor. Beim traditionellen Friedensgebet stellten die Geistlichen verschiedener Religionen zum Geläut der Kirchenglocken das friedliche Miteinander sowie die Nächstenliebe in den Mittelpunkt und prangerten das Leid der Unterdrückten und Verhafteten an.

Schüler singen neues „Dies-Lied“

An der Eröffnungszeremonie beteiligten sich auch der Junge Chor Oeventrop sowie die Grundschule Moosfelde mit einem Teil ihrer Kinder. Sie sangen den eigens zum 50-jährigen Bestehen getexteten „Dies-Song“, für den es viel Applaus aus der Menge der Besucher gab. Der Moderator und Sprecher des Organisationsteams, Heino Künkenrenken, erinnerte an einen Teil aus der Geschichte des internationalen Festes, das zum Start 1969 in Hüsten erstmals gefeiert wurde. Neun Mal, so Künkenrenken, habe das Fest im Bremers Park stattgefunden, bevor es dann seinen Platz auf dem Neheimer Markt gefunden habe. „Wir können heute den Dies zum 30. Mal vor der Johanneskirche feiern“, so Künkenrenken.

50 Jahre „Dies Internationalis“, das bedeutet 41 Feste in der Stadt Arnsberg. „Wir können stolz sein auf das gute kulturelle Miteinander, das Fest hat eine wirklich tolle Entwicklung genommen“, sagte Bürgermeister Ralf Paul Bittner zur Festeröffnung. Das Fest zeuge von einem gewachsenen Miteinander. Bittner erinnerte an die Gründerin des Internationalen Arbeitskreises (IAK), Studienrätin Dr. Agnes Wenke, die 1969 die Initiative IAK ins Leben gerufen habe, und noch im selben Jahr das erste von bereits 41 Festen der Kulturen an den Start brachte. Der „Dies Internationalis“ sei von Kulinarik und Kultur und einem guten Miteinander geprägt. Zuwanderung sei in Arnsberg als eine Bereicherung für die Stadtgesellschaft erkannt worden und wichtig für die Stadt.

Präsente für frühere Gastarbeiter

Die Ehrenvorsitzende des Internationalen Arbeitskreises, Gabriele Schüttelhöfer, rief den „1. Dies Internationalis“ in Erinnerung und stellte dazu einige Gastarbeiter der ersten Stunden aus Arnsberg vor, die bereits beim ersten „Dies“ dabei waren. Sie schenkte ihnen einen Präsentkorb zum Jubiläum des Festes. Eine besondere Ehrung gab es zudem auch für einen der Treiber des Festes: Heino Künkenrenken erhielt die Ehrung auf der Bühne und den Applaus der Gäste.

Über zwölf Stunden lief dann das internationale Unterhaltungsprogramm, bei dem zahlreiche Gruppen und internationale Akteure ihre Zeit auf der Bühne bekamen. Dabei kamen zunächst die Jüngsten aus Schulen und Kindergärten ins Rampenlicht. Bis 18 Uhr wurde den Besuchern das gesamte kulturelle und musikalische Spektrum aus der Stadt Arnsberg präsentiert. Zum Abschluss spielte die Band „Unlimited“ Hits aus den 90er Jahren bis heute.

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