Ruhr in Love

„Ruhr in Love“: 36.000 Fans dabei, 400 mit Drogen erwischt

Viel Andrang in der Parkanlage: 36.000 Fans strömten am Samstag zum Elektro-Festival „Ruhr in Love“ nach Oberhausen. Die Polizei spricht von einem eher ruhigen Verlauf.

Viel Andrang in der Parkanlage: 36.000 Fans strömten am Samstag zum Elektro-Festival „Ruhr in Love“ nach Oberhausen. Die Polizei spricht von einem eher ruhigen Verlauf.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Zu „Ruhr in Love“ pilgerten 36.000 Fans nach Oberhausen. Die Polizei kontrollierte am Eingang auf Drogen - und wurde häufig fündig.

Das letzte DJ-Set ist gespielt – das Elektro-Festival „Ruhr in Love“ ist beendet. Nach Angaben der Veranstalter strömten in diesem Jahr 36.000 Fans in den Olga-Park nach Oberhausen-Osterfeld. Damit liegen die Besucherzahlen auf dem Niveau des Vorjahres. 2018 feierten auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau noch 37.000 Fans. Das Programm blieb im gewohnten Rahmen: 400 Discjockeys, 40 Freiluft-Tanzflächen und zehn Stunden elektronische Musik wie Techno, House, Trance und EDM.

Polizei erwischt 400 Personen mit Drogen

Die Polizei zieht am Tag danach ihre Bilanz: Rund 400 Strafverfahren leiteten die Beamten ein. Der Grund sind Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Am Eingang kontrollierten die Beamten während des Festivals die Besucher nach Drogen – und sie wurden fündig. „Im Kampf gegen illegalen Drogenkonsum und Handel mit Betäubungsmitteln waren Drogenfahnder und Polizisten in Uniform auf dem Festivalgelände, aber auch bereits im Vorfeld im gesamten Stadtgebiet, im Einsatz“, heißt es bei der Polizei.

Insgesamt sprechen die Beamten aus polizeilicher Sicht jedoch von einem „ruhigen Festivalverlauf“. Bis zum Veranstaltungsende nahmen die Einsatzkräfte 18 Personen fest oder in Gewahrsam. Sie erteilten zwölf Platzverweise – gegen drei festgenommene Festivalbesucher bestanden Haftbefehle.

Kalte Dusche vor dem Ende von „Ruhr in Love“

Auch Feuerwehr und Johanniter-Unfall-Hilfe ziehen eine überwiegend positive Bilanz. Das Sicherheitskonzept habe sich bewährt. An den drei Unfallhilfsstellen auf dem Veranstaltungsgelände im Olga-Park behandelten die Helfer während der zehn Stunden rund 260 Personen. Davon mussten 32 Raver zur Weiterbehandlung in Oberhausener Krankenhäuser transportiert werden. Neben den 67 Sanitätsdiensthelfern der Johanniter seien 26 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr sowie der Leitende Notarzt in den Bereichen Einsatzleitung, Brandschutz und Rettungsdienst bei „Ruhr in Love“ tätig gewesen.

Lange hatte „Ruhr in Love“ großes Glück mit dem Wetter – die Sonne strahlte im Olga-Park. Gut zwei Stunden vor dem Ende der Riesenfete setzte allerdings der Regen ein. Das Festivalgelände leerte sich dann zunehmend.

Ersatzbusse bringen Raver zu „Ruhr in Love“

Die Weichenarbeiten am Oberhausener Hauptbahnhof sorgten für eine kompliziertere Anreise – Ersatzbusse übernahmen oftmals den Transport der Feierfreunde aus den Nachbarstädten. Wegen technischer Pannen fielen auch Sonderzüge aus. Auch hier kamen weitere Busse zum Einsatz. Trotz der Probleme klappte die An- und Abreise laut Polizei und Veranstalter überwiegend gut. Rund 80 Prozent der Festival-Besucher reisten mit Bus und Bahn an.

Auf dem Festivalgelände standen für die Besucher Schließfächer bereit. Auch eine Zapfstation für eigene Wasserflaschen gab es im Olga-Park wieder. Der Veranstalter I-Motion zeigt sich zufrieden: „Ruhr in Love verlief reibungslos und ohne nennenswerte Zwischenfälle!“

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