Motorsport

Automobil-Slalom in Oberhausen ließ die Motoren brummen

Der Volkswagen brettert auf der Strecke des Automobil-Slaloms der ACO und schleift gleich zwei Hütchen mit – das gibt sechs Strafsekunden.

Der Volkswagen brettert auf der Strecke des Automobil-Slaloms der ACO und schleift gleich zwei Hütchen mit – das gibt sechs Strafsekunden.

Foto: Oliver Mengedoht

Oberhausen.   Beim Slalom des Automobil-Clubs Oberhausen rasten die Autos durch einen Parcours. Die kurvige Strecke verlangte viel Geschick beim Schalten und Lenken

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Der Motor brummt gewaltig, dabei steht das Auto noch. Der Benzingeruch strömt aus dem Auspuff, dann schallt es „Start frei“ und der weiße Wagen brettert los. „Was für ein Sound“, schwärmt Marcel Söntgen. Der 30-Jährige schwärmt vom NSU TT. „Ein Vorläufer des Audis.“ Der Motorsport-Fan ist Sport-Kommissar beim Automobilclub Oberhausen (ACO). Das Auto schnellt durch den Parcours, meistert die Kurven und lässt keines der Tore aus, die durch rot-weiß gestreifte Pylone markiert sind, die man von Verkehrsübungsplätzen kennt.

Es ist der 25. Automobil-Slalom des ACO, der rund 200 Zuschauer auf das Parkplatz-Gelände von MAN Turbo in Sterkrade lockt. 75 Fahrer nehmen am Wettkampf teilgenommen. Rund 20 Helfer aus dem Verein sorgen für den reibungslosen Ablauf.

Einige davon stehen mitten auf dem Platz, zwischen den Fahrspuren. Vier solcher Inseln gibt es, auf denen zwei bis drei Helfer, mit neongelben Warnwesten ausgestattet, den Rennverlauf verfolgen und Notizen machen. Zum Beispiel wenn ein Fahrer die markierten Tore verpasst – das gibt 15 Sekunden Strafpunkte. Oder wenn sie Pylone umfahren – 3 Sekunden, die auf die Fahrtzeit drauf kommen. Im letzten Fall müssen die Hütchen so schnell wie möglich wieder aufstellt werden. Und das ist auch Aufgabe der Helfer auf den Inseln. Maik Jeguschke (21) und Jasmin Ruhrmann (25) laufen los, schauen sich gegenseitig an, und stimmen sich per Handzeichen ab: Gleich zwei Hütchen hat der Fahrer umgewemst. Schnell muss das gehen, denn nach 20 Sekunden könnte der Wagen gleich wieder um die Ecke kommen. „Im Zweifel müssen die liegen bleiben. Die eigenen Knochen sind natürlich wichtiger“, sagt Söntgen.

Brummende Motoren

Drei Runden, je 500 Meter Strecke, müssen die Teilnehmer fahren – hauptsächlich im ersten und zweiten Gang – und dabei neun scharfe Kurven meistern. Der zum Teil unebene Platz macht es zusätzlich schwieriger. An manchen Stellen stellen Wellen eine weitere Gefahrenquelle: „Die können einen schon mal aushebeln.“ Ein ungewohntes Bild bietet ein Smart. „Die Bodenhaftung ist sehr gut“, sagt Söntgen. „Ist das etwa ein Diesel?“ Das Geräusch ist jedenfalls recht dumpf.

„Die Profis haben die nächsten Kurven schon im Blick – das hört man“, so Söntgen. Fahrer, die nur von Kurve zu Kurve denken, verursachen ein häufiges Aufdrehen der Umdrehung. Dieses typische Geräusch des Aufbrummens ist also gar kein so gutes Zeichen. „Bei den gekonnten Fahrern hört sich das eher gleichmäßig an.“

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