Oldtimer-Treff

Beim Oldtimer-Treff in Osterfeld zeigen Liebhaber Schätze

In Osterfeld gab es viel zu staunen, die Fahrer begaben sich auf eine Tour zum Niederrhein.

In Osterfeld gab es viel zu staunen, die Fahrer begaben sich auf eine Tour zum Niederrhein.

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.   Teilnehmer des Oldtimer-Treffs starten zur Tour entlang des Niederrheins. Auf dem Marktplatz in Osterfeld gibt es viele Schätzchen zu bestaunen.

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Motoren heulen auf, der Geruch von Benzin liegt in der Luft und Stadtoberhaupt Daniel Schranz persönlich schwingt die Startflagge. Rund 50 Oldtimer starteten am Sonntagvormittag von Osterfeld aus zu einer besonderen Ausfahrt. 100 Kilometer galt es zu absolvieren und dabei verschiedene Aufgaben rund ums Autofahren zu lösen. Und das ganz altmodisch ohne Navigationsgerät und Servolenkung.

„Die Servolenkung fehlt wirklich“, schmunzelt Petra Hachmann. Ihr hellblauer VW Käfer ist, wie die anderen Autos auf dem Osterfelder Marktplatz, noch im Originalzustand. „Der ist seit 1970 im Familienbesitz“ erzählt sie stolz. Zuerst gehörte der 44 PS starke Wagen ihrem Großvater, seit einigen Jahren fährt sie das Sammlerstück.

Ein Auto zur Geburt des Sohnes

Immer im Gepäck: Jede Menge Erinnerungen. „Eine Regenfahrt mit meinem Opa von der Konfirmation zurück, daran erinnere ich mich noch gut“, sagt Hachmann. Damals war der Wagen fast von der nassen Fahrbahn abgerutscht.

Eine besondere Beziehung zu seinem Auto hat auch Frank Hoffhaus. Zur Geburt seines Sohnes kaufte er einen silbernen Mercedes-Kombi. Jahrelang leistete der Wagen der Familie treue Dienste. „Der hat viele Familienurlaube mitgemacht, bis nach Spanien.“ Vergangene Woche war es dann so weit: Mit dem heiß begehrten Zusatzbuchstaben „H“ auf dem Kennzeichen gilt der Wagen nun offiziell als Oldtimer. Frank Hoffhaus’ Freude darüber, endlich nicht mehr nur als Zuschauer auf dem jährlichen Oldtimertreffen in Osterfeld dabei sein zu können, ist riesig. Stolz lenkt er sein Auto über die Startlinie. Auf dem Beifahrersitz sitzt Sohn Marcel.

Ein besonderer Hingucker des Tages: das älteste Modell, das sich auf die Tour rund um den Niederrhein begab. Das rote Fiat Simca Cabrio von Hans Aust stammt aus dem Jahr 1937. Nachdem der Sammler den Wagen vor einigen Jahren in Frankreich erworben hat, musste er viel Arbeit investieren, um das Gefährt wieder fahrtüchtig zu machen. „Der war total runter.“ Deshalb hat er das Auto komplett auseinandergebaut. „Bis auf die letzte Schraube.“

Auch die anderen Autofreunde haben viel Zeit in ihre Fahrzeuge investiert. Und so passieren am Sonntag zahlreiche motorisierte Attraktionen die staunenden Zuschauer auf dem Marktplatz. Vom 18 PS starken Fiat 500 bis zum 750 PS starken Pontiac, vom Cabrio bis zum Feuerwehrauto.

Auch abseits des Treibens auf dem Marktplatz gibt es viel Geschichte auf Rädern zu bewundern: Viele Liebhaber sind mit ihren Automobilen aus Oberhausen und Umgebung angereist. Mit dabei echte Raritäten, wie der rote Ford des Modell A, das erste in Serie produzierte Auto, aus dem Jahr 1930. Kettcar-Rallye, Puppentheater und Feuerwehrübungen erfreuen die ganze Familie.

>>> OLDTIMER: NUR ECHT MIT H-KENNZEICHEN

Ist ein Auto älter als 30 Jahre und noch weitestgehend in seinem Originalzustand, kann es als Oldtimer eingestuft werden. Es gilt dann als erhaltenswertes Kulturgut und der Fahrer erhält eines der begehrten „H-Kennzeichen“.

Freunde von alten Autos treffen sich in Oberhausen bei der Interessengemeinschaft Oberhausen Osterfelder Oldtimerfreunde e.V. - kurz IGOOO.

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