Neues Druckerpapier

Beim Umweltpapier malen die Oberhausener Mühlen langsam

Manchmal mahlen die Mühlen im Oberhausener Rathaus besonders langsam. .

Manchmal mahlen die Mühlen im Oberhausener Rathaus besonders langsam. .

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Oberhausen.  Zehn Jahre lang hat das Oberhausener Rathaus nach Angaben der Grünen benötigt, um in der Stadtverwaltung Umweltpapier in Druckern zu verwenden.

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Nach zehn Jahren ist es endlich gelungen: Die Oberhausener Stadtverwaltung verwendet nun in allen Druckern Umweltpapier aus recyceltem Altpapier.

Grünen-Ratsfraktionschef Andreas Blanke freut sich über den Erfolg der Initiative seiner Fraktion, wenngleich dieser Erfolg ja erst nach so langer Zeit erreicht werden konnte. „An diesem Beispiel zeigt sich, wie dick die Verwaltungsbretter sein können, um letztlich vermeintliche Selbstverständlichkeiten umzusetzen. Aber auch das gehört zur Kommunalpolitik: Sich um die vermeintlich kleinen Dinge zu kümmern, was letztlich eine große und in diesem Fall vor allem nachhaltige Wirkung hat.“

Antrag vor zehn Jahren gestellt

Nach Angaben der Grünen hatte deren Ratsfraktion vor zehn Jahren in einem Antrag „recht vorsichtig“ den Wunsch formuliert, „in allen Dezernaten eine schrittweise Einführung von Recyclingpapieren für Büroanwendungen zu empfehlen“. Doch immer wieder versicherte die Stadtverwaltung, dass die damals vorhandenen Druckgeräte nicht in der Lage seien, nachhaltiges Papier zu bedrucken – obwohl dies in Privathaushalten seit Jahrzehnten möglich ist. So zog sich der gesamte Prozess der Umstellung hin – die Grünen hielten schon lange Zeit die Dauer des Verfahrens mit dem Austausch zahlreicher Drucker für nicht tragbar.

Nun hatte im Mai dieses Jahres Andreas Blanke noch einmal nachgefragt – in Form einer Kleinen Anfrage. Und da gab es von der Stadtspitze endlich positive Nachrichten: Jetzt sind neue Drucker in Verwaltungsstandorten und in Schulen aufgestellt, die in der Lage sind, Umweltpapier zu nutzen.

Nur noch Umweltpapier

Besonders wichtig ist den Grünen, dass die Oberhausener Stadttochter „Oberhausener Gebäudemanagement“ (OGM), die für die Beschaffung zuständig ist, künftig auf der Kleinmaterialienliste nur noch Recyclingpapiere anbietet und somit sichergestellt wird, dass bei der Stadtverwaltung ausschließlich dieses umweltfreundliche Papier eingesetzt werden darf.

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