Pandemie

Corona: Schärfere Regeln für den Sterkrader Wochenmarkt

Am vergangenen Samstag war der Wochenmarkt in Sterkrade sehr gut besucht – mit allen Problemen, die das in der Corona-Krise mit sich bringt.

Am vergangenen Samstag war der Wochenmarkt in Sterkrade sehr gut besucht – mit allen Problemen, die das in der Corona-Krise mit sich bringt.

Foto: Franz Naskrent / FFS

Oberhausen.  Auf dem beliebten Sterkrader Wochenmarkt herrscht immer ganz schön dichter Rummel – auch in der Corona-Krise. Das wird nun unterbunden.

Trotz der strengen Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen dürfen die Wochenmärkte ähnlich wie alle Lebensmittelläden grundsätzlich öffnen wie gewohnt – um die lebensnotwendige Grundversorgung der Bevölkerung im Alltag aufrechtzuerhalten.

Bei schönem Wetter war bei dem regionalweit beliebten Sterkrader Wochenmarkt am vergangenen Samstag allerdings ganz schön viel los: Die Käufer hielten sich nach Beobachtung vieler Bürger nicht an Abstandsregeln, zudem gab es auch Waren zu kaufen, die nicht unbedingt für den dringenden Alltagsbedarf notwendig sind.

Sterkrader Wochenmarkt findet mittwochs und samstags statt

Deshalb hat der Krisenstab der Stadt Oberhausen die Aufstellung der Verkaufsstände und -wagen in der Sterkrader Innenstadt verändert und präzisiert. Der Sterkrader Wochenmarkt darf zwar immer noch mittwochs und samstags stattfinden, doch nur der Verkauf von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten ist erlaubt. Verboten sind alle anderen Verkaufsstände, wie Imbisse und der Handel mit Textilien.

Textilhändler und Imbisse fallen weg

Zudem werden alle Verkaufsstände weiter entfernt voneinander aufgestellt als bisher. Das ist auf dem sonst so dicht gestellten Markt möglich, weil ohnehin nicht mehr alle Händler den Wochenmarkt bestücken – und Textilverkäufer ja wegfallen. Krisenstabsleiter Michael Jehn appelliert an alle Besucher: „Haltet bitte unbedingt den Mindestabstand untereinander von 1,5 bis zwei Metern ein.“

Das Ordnungsamt wird mit Streifen am Samstag besonders genau kontrollieren, ob die Kunden und Händler des Wochenmarktes alle Regeln einhalten. Die Ordnungsamtskräfte zeigen sich auch entschlossen, die Strafen des nun geltenden Bußgeldkatalogs zu verhängen. Bisher wurde insgesamt 26 Mal ein Bußgeld von 200 Euro verhängt und eine Strafanzeige gestellt, weil sich Oberhausener nicht ans Ansammlungsverbot oder Abstandsgebot hielten. Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen oder Familien in der Öffentlichkeit dicht zusammenstehen.

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