Gesundheit

Darmkrebs: Vorsorge rettet Leben

Beantworten alle Fragen der Leser zum Thema Darmkrebs am Dienstag, 26. Februar, von 11 bis 13 Uhr: Chefarzt Dr. Klaus Becker, Dr. Annette Agel und Dr. Jutta Schneider (v.l.).

Beantworten alle Fragen der Leser zum Thema Darmkrebs am Dienstag, 26. Februar, von 11 bis 13 Uhr: Chefarzt Dr. Klaus Becker, Dr. Annette Agel und Dr. Jutta Schneider (v.l.).

Foto: WAZ FotoPool

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Oberhausen. Sie ist die zweithäufigste Krebserkrankung überhaupt und kostet fünf Mal mehr Menschen das Leben, als alle Verkehrsunfälle auf bundesdeutschen Straßen: Darmkrebs. Weil aber gerade diese Erkrankung durch Vorsorge weitgehend verhindert werden kann, bieten Spezialisten des St.-Clemens-Hospitals Sterkrade und die Lokalredaktion Oberhausen am Dienstag, 26. Februar, eine Telefonaktion zum Thema an.

Über 65 000 Männer und Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Darmkrebs. Rund 27 000 Patienten sterben daran. Das zeigt eine Studie des wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse. Fatal: Immer noch zu wenige Menschen nehmen die Chance der Früherkennung wahr.

In den letzten vier Jahren ist die Zahl der Teilnehmer bundesweit an der Darmspiegelung ab 55 Jahren laut TK-Studie um 33 Prozent zurückgegangen. Und der Test auf Blut im Stuhl für Männer und Frauen ab 50 verzeichnet einen Rückgang von neun Prozent. Bei der allgemeinen Beratung zur Darmkrebsfrüherkennung habe die Zahl der Teilnehmer zwischen 2007 und 2010 um rund 12 Prozent abgenommen. Höchste Zeit zu handeln also.

Denn den Dickdarmkrebs zeichnet eine Besonderheit aus, die ihn von fast allen anderen bösartigen Tumorerkrankungen unterscheidet: Er entwickelt sich nahezu immer aus gutartigen Vorstufen, den „Polypen“. Diese Polypen sind kleine Schleimhautwucherungen, die in ihrem Wachstumsverlauf ein hohes Risiko besitzen, zu einem Krebs zu entarten. Genau in dieser Bedrohung aber liegt auch die große Chance. Denn die Polypen entwickeln sich nur langsam und über Jahre hinweg zur Bösartigkeit. In dieser Zeit können sie erkannt und durch eine Dickdarmspiegelung mittels einer feinen Schlinge entfernt werden.

Alle Fragen, die Sie zur Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Darmkrebs stellen wollen, können Sie am 26. Februar von 11 bis 13 Uhr am heißen Draht der Redaktion loswerden. Jutta Schneider, Fachärztin für Onkologie ist dann unter 859 06-47 zu erreichen, Klaus Becker, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, unter 85906-63 und unter 85906-59 hat Annette Agel, Fachärztin für Gastroenterologie, ein offenes Ohr für Sie.

Darüber hinaus bietet das St.-Clemens-Hospital am Samstag, 2. März, an der Wilhelmstr. 34 von 11 bis 13 Uhr einen „Tag der offenen Tür“ in den Endoskopie-Räumen an. Unter anderem auf dem Programm: Videopräsentationen von Untersuchungen und Polypenentfernungen, die Erläuterung von Befund-Dokumentationen sowie eine Einweisung ins Handwerksmaterial. Auch an diesem Tag beantworten die Fachleute Fragen.

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