Deponie-Aufschüttung

Die Windrad-Deponie bei Alstaden bekommt steilere Hänge

Die Bodendeponie Kolkerhofweg, auf der das Windrad steht, wird steiler und damit größer.

Die Bodendeponie Kolkerhofweg, auf der das Windrad steht, wird steiler und damit größer.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Verfüllung der Halde am Kolkerhofweg verlängert sich bis 2023. Danach soll neben dem Windrad eine Photovoltaik-Anlage gebaut werden.

Eigentlich sollte der Deponiebetrieb im Ruhrbogen an der Grenze zwischen Mülheim und Oberhausen im nächsten Jahr enden. Stattdessen wird die Deponie vergrößert und der Betrieb damit bis 2023 verlängert. Die Deponie in unmittelbarer Nachbarschaft zu Alstaden rückte zuletzt in den Fokus der Oberhausener Öffentlichkeit, als das Windrad dort gebaut worden ist.

Neben dem Windrad soll im Jahr 2023 eine Photovoltaik-Anlage entstehen. Da zwischen dem vorgesehenen Schüttende im Jahr 2020 und dem geplanten Bau der der Photovoltaik-Anlage im Jahr 2023 noch ein Zeitpuffer vorhanden ist, hat die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG) einen Antrag auf Erweiterung gestellt. Aus abfallwirtschaftlicher Sicht sei die Bereitstellung von Deponieraum aus Sicht der Stadt Mülheim sinnvoll, erklärt Dr. Jürgen Zentgraf vom Umweltamt der Stadt Mülheim. Daher führe die Stadt ein entsprechendes Planänderungsverfahren durch.

Nur das Plateau wird breiter

Betreiber der Deponie ist die Stadt Mülheim an der Ruhr, die Betriebsführung erfolgt durch die MEG. Daneben hat die Stadt einzelne Flächen an die den Energiepark Styrumer Ruhrbogen (ESR) zur Errichtung der Windkraftanlage und der zukünftigen Photovoltaik-Anlage verpachtet.

Das größere Volumen der Deponie soll dadurch erreicht werden, dass die Böschung steiler wird. Das heißt: Weder die Grundfläche noch die Höhe der Deponie werden sich verändern, lediglich die Hänge werden steiler und das Plateau, auf dem das Windrad steht, vergrößert sich dadurch.

Derzeit gebe es einen Böschungswinkel von 1:4, geplant ist ein neuer Winkel von 1:3. Die steileren Hänge würden keine Gefahren für Mensch und Tier bedeuten, erklärt Zentgraf. „Die Hänge werden immer noch relativ flach sein“, erläutert er auf Anfrage der Redaktion. Zum Vergleich: Die Halden des Steinkohlebergbaus wurden laut Zentgraf meist in einer Neigung von 1:1 geschüttet.

Vergrößerung der Deponie bringt Mülheim mehr Geld

Durch die veränderten Böschungswinkel soll das Deponievolumen um 305.320 Kubikmeter anwachsen. Insgesamt weist die Deponie derzeit eine Grundfläche von rund 18 Hektar auf. Durch die Vergrößerung der Deponie wird die Stadt eigener Auskunft nach mehr Geld einnehmen: Der aktuelle Vertrag mit der MEG sieht einen Euro für die Stadt Mülheim pro gelieferte Tonne vor. Der Preis soll noch einmal neu verhandelt werden.

Im nördlichen Böschungsbereich Richtung Alstaden beginnen die Aufschüttungen voraussichtlich im Jahr 2021.

Bei der Deponie handelt es sich um eine Halde der Klasse null, also die ungefährlichste Kategorie. Gelagert werden hier nach Angaben der Stadt Oberhausen Boden und Steine aus Garten- und Parkabfällen.

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