Bauarbeiten

Eine neue Brücke für den Handbach in Oberhausen-Sterkrade

Frank Waschek, Giuseppe Flore, Andreas Croonenbroeck und Marius Altbürger (WBO) legen sich für die neue Brücke über den Handbach in Oberhausen mächtig ins Zeug. Die alte Brücke war nach rund 30 Jahren nicht mehr standsicher und musste ersetzt werden.

Frank Waschek, Giuseppe Flore, Andreas Croonenbroeck und Marius Altbürger (WBO) legen sich für die neue Brücke über den Handbach in Oberhausen mächtig ins Zeug. Die alte Brücke war nach rund 30 Jahren nicht mehr standsicher und musste ersetzt werden.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die alten Eichenbalken waren nach 30 Jahren morsch. Die neue Brücke über den Handbach in Sterkrade soll bis zum Nikolauslauf fertig sein.

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Eine gute Nachricht für Spaziergänger: Die Arbeiten zur Erneuerung der Fußgängerbrücke am Handbach laufen auf Hochtouren. Am Dienstag, 19. November, konnten die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) zur Freude vieler Passanten bereits die ersten Eichenbohlen verlegen.

Rund 30 Jahre hatte die alte Brücke gehalten. Allein in der letzten Zeit gab es zunehmend Beschwerden über den maroden Zustand. Die Eichenbalken waren an vielen Stellen bereits verfault. „Wir hatten zwar immer wieder die gröbsten Mängel behoben, aber schließlich konnten wir ja nicht warten, bis die Konstruktion instabil wird“, erläutert Andreas Croonenbroeck, der als Diplom-Ingenieur bei der WBO für die Bereiche Netztechnik und Unterhaltung zuständig ist. Die Stadt Oberhausen beschloss also eine Kompletterneuerung.

Ein begehrter Weg für Spaziergänger

Und so machten sich Marius Altbürger, Frank Waschek und Giuseppe Flore an die Arbeit. Die alte Brücke wurde abgerissen und ein provisorischer Ersatz über den Bachlauf gehievt. Denn viele Oberhausener nutzen den kleinen Fußweg in Höhe des Buchenweges, um durch den Wald bis nach Königshardt zu laufen oder zur nahe gelegenen Nordstraße.

Die ständigen Regenschauer kamen den drei WBO-Mitarbeitern gerade recht, als es ans Fundamentgießen ging. „Beton benötigt ja eine gewisse Feuchtigkeit“, erklärt Croonenbroeck. „Früher hat man an den Wochenenden die Lehrlinge extra zum Nachwässern auf die Baustellen geschickt.“

Zum 26. Schmachtendorfer Nikolauslauf soll alles fertig sein

Trotz Nässe und Kälte – am Montag, 18. November, kam die tatkräftige Mannschaft ganz schön ins Schwitzen. Um die Standfestigkeit der neuen Brücke auf lange Sicht zu gewährleisten, legten die WBO-Mitarbeiter zwei Stahlträger über das Gewässer. Die 210 Kilogramm pro Stück transportierten sie mit einem so genannten Dumper (Vorderkipper, der einer Mischung aus Mini-Lkw und Trecker gleicht) über den rutschigen, matschigen Waldweg hunderte von Metern bis zur Baustelle. „Da war höchste Konzentration angesagt“, erzählt Frank Waschek. Denn an so mancher Stelle ist der Weg auch abschüssig. Der Dauerregen an jenem Tag machte die Sache nicht besser. Aber geschafft. Die Träger liegen und darauf auch schon die ersten sieben von insgesamt 30 Eichenbohlen.

Lässt es das Wetter zu, sind die Drei den ganzen Tag vor Ort. Denn sie haben ein ehrgeiziges Ziel: Spätestens bis zum 26. Schmachtendorfer Nikolauslauf am 1. Dezember soll die neue Brücke fertig sein. „Denn der führt ja darüber.“ Davor wartet aber noch jede Menge Arbeit: 27 Bohlen müssen noch verlegt und gekürzt werden, das Geländer befestigt und Erde aufgeschüttet, um Stolperstellen auszugleichen.

Ist alles fertig, bietet die neue Brücke am Handbach mit ihren sechs Metern Länge und zwei Metern Breite mehr Platz als ihre Vorgängerin. Andreas Croonenbroeck weist auf einen weiteren Vorteil hin: „Dank der Stahlgrundträger können beschädigte Holzplanken später viel schneller ausgetauscht werden.“

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