Ferienaktion

Furioses Finale für die Ferienstadt auf dem Schulhof

Die Ferienkinder hatten in Osterfeld jede Menge Spaß.

Die Ferienkinder hatten in Osterfeld jede Menge Spaß.

Foto: Diego Tenore / FFS

Oberhausen.  Ein echter „Kracher“! Und das im doppelten Sinn – die Ferienstadt in Osterfeld erlebte ein munteres Finale.

Was für ein Finale! Zum Abschluss startete ein „Tag der offenen Tür“ in der Kinder-Ferienstadt auf dem Schulhof der Gesamtschule Osterfeld (GSO). Die Mädchen und Jungen zeigten dabei all das, was ihre selbst gestaltete Ferienstadt zu bieten hat.

Helga Grothe von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und ihr Betreuerteam blicken auf spannende Sommertage seit dem 12. August zurück. Täglich waren bis zu 55 Mädchen und Jungen ab sechs Jahre dabei, darunter Kinder aus ganz Oberhausen und sogar jeweils ein treuer junger Teilnehmer aus Duisburg und Essen.

Städtische Selbstverwaltung war hier angesagt: Jeden Tag gab es eine Vollversammlung, die über die wichtigsten Themen abstimmte. Spontan ging’s hier zur Sache. So wurde die zunächst eingeführte Stadtpolizei kurzerhand wieder abgeschafft! Dafür gab’s eine tatkräftige Feuerwehr und viele weitere städtische Institutionen, die die beiden Ferienwochen zu einem echten Erlebnis für Kinder und Betreuerteam machte. Vom Kunstatelier bis zum Restaurant, von der Wellnessfarm über die Schneiderei bis zum Hausbau – die Ferienkommune auf dem GSO-Schulhof entfaltete ein fantasievolles Programm.

„Ich bin froh, dabei gewesen zu sein“

„Ich bin wirklich froh, hier dabei gewesen zu sein“, erzählte Betreuerin Conny auf dem GSO-Schulhof. Und: „Ich bin richtig traurig, wenn das jetzt zu Ende geht.“ So sehen’s auch die Kinder, die am Vormittag schon fleißig in der Küche schnibbelten. Zwiebeln, Paprika, Salat und mehr wurden hier verarbeitet. Das Ferienteam kochte ein leckeres Essen für die Besucher des Tages der offenen Tür: Nudeln mit Bolognese-Sauce und Salat, dazu Waffeln.

Feuerwehr rettet Cheerleader

Die Gäste sahen dann gleich zum Auftakt eine bunte Show mit Tanz und vielen weiteren Darbietungen, sogar die Ferienstadt-Feuerwehr war hier präsent und rettete Cheerleader! Die Eltern konnten sich im Kunstatelier und auf der Wellness-Farm umsehen, konnten zum Beispiel eine Kopfmassage genießen oder auch in einer schmucken Holzbude die vielen bereits entstandenen Fotos aus dem Stadtleben bewundern. Gleich nebenan gab es eine Ausstellung zum Thema Kinderrechte. Auch der Osterfelder Bezirksbürgermeister Thomas Krey hatte sich angesagt, so dass sogar ein echter Politiker und Stadtbezirks-Chef dieser munteren Ferienstadt die Ehre gab.

Das Stadterneuerungsprojekt „Soziale Stadt Osterfeld“ ermöglichte das Ferienprojekt mit einer entsprechenden finanziellen Förderung. Für die zweiwöchige Aktion zog die Arbeiterwohlfahrt mit den Falken, dem Internationalen Bund, mit der Caritas und der Stadt Oberhausen an einem Strang. Das Ziel: Heraus aus dem Alltag! Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten erproben! Beim Buden- und Ständebau handwerkliche und künstlerische Kompetenzen erwerben! All das ist wunderbar gelungen.

Bezahlt wurde in der Osterfelder Ferienstadt übrigens mit einer eigenen, ganz speziellen Währung, die einen explosiven Namen trägt: „Kracher“. Die Kinder hatten dafür eifrig Scheine produziert: 2 Kracher, 5 Kracher, 10 Kracher. Gute Konjunktur herrschte auf dem Schulhof und an den Ständen.

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