Tag der Nachbarn

Gelegenheit, mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen

Werben für den „Tag der Nachbarn“ (v.l.): Vera Höger (DRK), Nese Özcelik (Stadt), Andrea Auner (Lebenshilfe) und Thomas Heipcke (Awo). 

Werben für den „Tag der Nachbarn“ (v.l.): Vera Höger (DRK), Nese Özcelik (Stadt), Andrea Auner (Lebenshilfe) und Thomas Heipcke (Awo). 

Foto: Christoph Wojtyczka

Oberhausen.   Am „Tag der Nachbarn“ gibt’s in mehreren Oberhausener Stadtvierteln Feste und Begegnungsmöglichkeiten. Vorbeischauen und mitmachen ist erwünscht.

Auf gute Nachbarschaft: So könnte das Motto am Freitag, 24. Mai lauten. Denn dann ist wieder „Tag der Nachbarn“ – angestoßen von der gemeinnützigen Stiftung „nebenan.de“ und gefördert vom Bundesfamilienministerium und vielen weiteren Organisationen. Auch in Oberhausen wird es dazu Aktivitäten geben – vor allem dort, wo schon jetzt intensivere Quartiersarbeit betrieben wird.

Doch jenseits von allem Spaß soll es dabei weniger um Bratwurst, Bienenstich und Bier gehen, als vielmehr darum, mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen, sich ein bisschen kennenzulernen und auszutauschen.

Vereinsamung nimmt zu

Denn gelebte Nachbarschaft – da sind sich die Quartiersmanager einig – gewinnt in Zeiten wachsender Vereinsamung wieder an Bedeutung: „Wenn der Postkasten überquillt – das merkt doch zuerst der Nachbar“, sagt Nese Özcelik.

Sie ist Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins „Pro Wohnen“ und im Büro für Chancengleichheit für den Bereich „Leben im Alter“ zuständig. „Wenn man kein soziales Umfeld hat, wird man krank und vereinsamt.“

Auch Thomas Heipcke, Quartiersmanager im Awo-Wohndorf „Hermann-und-Luise-Albertz“, betont den Wert guter Nachbarschaft: „Der Aspekt der gegenseitigen Unterstützung gewinnt an Bedeutung in Zeiten, in denen die Familienstrukturen oft nicht mehr so sind wie früher. Wenn die Kinder und Enkel beruflich bedingt weit weg wohnen, ist es gut, jemanden in der Nähe zu wissen, an den man sich mal wenden kann.“

Menschen wünschen sich Kontakte zu Nachbarn

Vera Höger, Quartiersmanagerin für den Bereich rund ums neue DRK-Seniorenheim an der Grenzstraße, hört immer wieder, dass sich Menschen Kontakte in der Nachbarschaft wünschen, sich aber nicht so recht trauen, auf ihre Nachbarn zuzugehen.

Deshalb gibt’s am Freitag auch dort Gelegenheit, zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen.: Von 13 bis 16/17 Uhr öffnet sich das Seniorenheim mit einem Grillfest für alle Interessierten aus der Umgebung. Je nach Wetter finden die Begegnungen im Garten, auf der Terrasse oder im Saal statt: „Wir haben Ehrenamtliche, die dabei mithelfen. Ich freu mich drauf.“

Mitbring-Buffet im Knappenviertel

Gespannt ist Andrea Auner, die als Quartiersentwicklerin für Oberhausen-Ost im Knappenviertel ansässig ist. Im und ums Bürgerzentrum Alte Heid soll’s ab 18 Uhr Raum für Begegnungen geben: „Wir wollten aber nichts vorgeben und keine Konkurrenz für Stadtteilfeste sein. Es gibt ein Mitbring-Nachbarschaftsbuffet. Ob fünf oder 30 mitmachen – mal sehen. Wir haben in der Nachbarschaft Infozettel verteilt und gucken, wie viele Lust haben, selbst aktiv zu werden. Erbsensuppe und Würstchen gibt’s auf jeden Fall – wär toll, wenn jemand grillen würde.“

Vier Stunden Programm – mit viel Unterstützung der Bewohner – gibt’s im Hermann-und-Luise-Albertz-Wohndorf am Julius-Brecht-Anger in Schmachtendorf: Kindertheater, Tanzgruppen, Musik , Kaffee, Kuchen und Gegrilltes locken ab 15 Uhr.

>>>Info: Angemeldete Feiern sind online einzusehen

Wer nachgucken möchte, ob in seiner Nähe Aktivitäten oder Feiern geplant sind, kann sich unter www.tagdernachbarn.de informieren. Dazu einfach die Postleitzahl oder den Stadtnamen eingeben.

Die nächstgelegenen angemeldeten Nachbarschaftsfeiern für den 24. Mai werden dann auf einer Stadtkarte angezeigt und durch nähere Informationen zu Ort, Zeit und Veranstalter ergänzt.

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