Internetkonzern Google

Google-Fahrzeuge fotografieren Straßen in Oberhausen

Solche Fahrzeuge von Google sind derzeit auch wieder in Oberhausen zu sehen.

Solche Fahrzeuge von Google sind derzeit auch wieder in Oberhausen zu sehen.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Oberhausen.  In Oberhausen sind Google-Fahrzeuge mit Kamera auf dem Dach unterwegs. Fotos sollen nicht für den umstrittenen Dienst Street View benutzt werden.

Wie komme ich nochmal zur Ostmarkstraße in Osterfeld? Oder zur Koopmannstraße in Hiesfeld? Oder nach Frankreich? Wer eine Route mit dem Auto, der Bahn oder dem Fahrrad plant, nutzt häufig die Internetseite Google Maps. Das Kartenmaterial für Oberhausen aktualisiert der Internetkonzern derzeit. Dafür fahren in diesen Tagen auffällige Fahrzeuge mit Kameras durch die Stadt.

Eine Unternehmenssprecherin betont auf Anfrage der Redaktion, dass die Fahrten dieser Wagen nicht in Verbindung mit dem Street-View-Angebot von Google stehe, sondern lediglich der Verbesserung des Kartenmaterials auf Google Maps dienen. Seit Ende März sind die Fahrzeuge wieder in verschiedenen Städten unterwegs. Wann genau, wie lange und an welchen Stellen Straßen, Plätze und Orte in Oberhausen fotografiert und erfasst werden, sagt die Sprecherin allerdings nicht. Google verrät nur soviel: Zwischen März und November 2019 fahren die Autos die Rhein-Ruhr-Region, die Kölner Bucht, das Neandertal oder auch Porta Westfalica ab.

Rund ums Centro und den Sterkrader Volkspark

Aber Google Maps wäre nicht Google Maps, wenn man sich die bisherigen Befahrungen nicht bereits ansehen könnte. Auf der Internetseite https://www.google.de/intl/de/streetview/explore/#where ist anhand von blauen Markierungen zu sehen, an welchen Orten bereits Aufnahmen gemacht worden sind. Während in den Nachbarstädten Duisburg und Essen bereits viele Straßen und Orte blau eingefärbt sind, sind es in Oberhausen eher Punkte. Denen zufolge war das Fahrzeug bereits im Bereich rund ums Centro, dem Kaisergarten, im Sterkrader Volkspark oder der Luise-Albertz-Halle. Am Montag hat die Redaktion das Fahrzeug an der Buschhausener Straße, Ecke Hansastraße gesehen.

Internetkarte zeigt weitere Orte von Interesse an

Ob die Fahrzeuge tatsächlich starten, hängt von verschiedenen Faktoren ab, macht die Großmacht Google auf ihrer Internetseite deutlich. Dazu gehören zum Beispiel widrige Wetterbedingungen oder Straßensperrungen.

Google will mit dieser Aktualisierung erreichen, dass die Nutzer, nach Unternehmensangaben seien das tausende Nutzer in Deutschland täglich, immer den Weg zu ihren Zielen finden. Dafür müssen sie Daten wie Straßennamen, Schilder, Streckenführungen oder Informationen über Geschäfte und andere Orte von Interesse überprüfen und aktualisieren. So zeigt der Internetsuchdienst zum Beispiel bei der Suche nach der Marktstraße auf Wunsch zusätzlich an, dass sich das Hallenbad, die Sparkasse, ein Restaurant oder das Jobcenter in der Nähe befinden.

Datenschutzbestimmungen weist Google in die Schranken

Auf Anfrage der Redaktion, ob die Fotos für den einst in die Kritik geratenen Dienst Google Street View genutzt würden, verweist eine Sprecherin auf einen Eintrag der Homepage: „Es sind dieselben Autos, welche wir in der Vergangenheit genutzt haben, um Bilder für Street View aufzunehmen. Bei den kommenden Fahrten nutzen wir das Bildmaterial aber nur, um Google Maps zu verbessern und haben keine Pläne, dieses zu veröffentlichen.“ Vor knapp einem Jahr sagte eine Sprecherin gegenüber dem Wirtschaftsteil dieser Zeitung, dass es derzeit keine Pläne gebe, neues Bildmaterial von deutschen Straßen in Street View verfügbar zu machen. Der Grund: deutsche Datenschutzbestimmungen würden das verhindern. Street View sorgte vor fast zehn Jahren für Diskussionen, weil Häuser oder Grundstücken zu sehen waren, obwohl Hausbesitzer dies nicht wollten. Viele Eigentümer legten damals Widerspruch ein.

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