Flickenteppich

Leser zählt 138 Schlaglöcher auf der Königshardter Straße

| Lesedauer: 2 Minuten
138 geflickte Schlaglöcher zählte Leser Werner Wölm auf der Königshardter Straße. Die Stadt Oberhausen kündigt einen neuen Straßenbelag an.

138 geflickte Schlaglöcher zählte Leser Werner Wölm auf der Königshardter Straße. Die Stadt Oberhausen kündigt einen neuen Straßenbelag an.

Foto: Michael Dahlke

Stadt kündigt einen neuen Belag für die zentrale Straße des Ortsteils an. Probleme gibt es in Königshardt aber auch mit zu engen Parkbuchten.

Oberhausen. Flickenteppich Königshardter Straße: Leser Werner Wölm (55) hat sich die Mühe gemacht und die ausgebesserten Schlaglöcher von der Sparkassen-Filiale bis zum Nordfriedhof gezählt. „Es sind zurzeit genau 138“, beschwert sich der 55-Jährige bei seiner Zeitung.

Der Oberhausener fährt gerne mit dem Rad. „Können Sie sich vorstellen, wie holperig das auf dieser Strecke ist?“ Dazu komme ein seiner Ansicht nach viel zu schmaler Radweg. „Der ist auf beiden Seiten auf die Straße verlegt, was bei Gegenverkehr lebensgefährlich werden kann“, meint Wölm. Nicht nur, weil Pkw, Lkw und Busse einfach über die Radspur führen. „Sondern vor allem, weil die Autos, wenn ihnen ein Fahrzeug entgegenkommt, viel zu dicht an den Radlern vorbeifahren.“ Werner Wölm ist sich sicher: „Da ist der nächste Unfall vorprogrammiert!“

Parkbuchten sind zu schmal

Bei einem Ortstermin weist uns eine 61-jährige Passantin auf ein weiteres Problem hin. „Die Parkbuchten sind zu schmal“, meint die Frau. „Wenn da ein kleiner Wagen steht, geht es.“ Parke dort aber ein größeres Fahrzeug, rage es bis auf den Radweg. „Und dann wird es für alle Beteiligten erst recht eng.“

Sabine Janclas vom städtischen Tiefbauamt bestätigt auf Nachfrage: „Wir kennen die Situation.“ Bei der Verwaltung werde wegen der vielen Schlaglöcher aktuell ein komplett neuer Deckenüberzug für die Königshardter Straße geprüft. „Die Arbeiten dazu sollen 2018/2019 beginnen.“

Schutzstreifen für Radler

Bei den auf die Straße verlegten Radwegen handele es sich im offiziellen Sinne um so genannte Schutzstreifen für Radler. Diese Schutzstreifen dürften von Pkw nicht überfahren werden. Ausnahmen gelten für Busse und Lkw, die hier aber besonders vorsichtig fahren müssen.

Die Straßenbreite betrage 4,50 Meter. „Das reicht aus, damit zwei Pkw problemlos aneinander vorbeifahren können – ohne auf den Schutzstreifen ausweichen zu müssen“, versichert Janclas. Eine Unfallgefahr gebe es hier nicht. Für die Anlage richtiger Radwege reiche die Gesamtbreite von Straße und Bürgersteigen nicht aus.

Kritisch sieht Janclas aber das Parkverhalten in den zu engen Parkbuchten. „Wir haben hier ausdrücklich Schilder aufgestellt, dass an diesen Stellen mit einem Reifen auf dem Bürgersteig geparkt werden muss!“ Denn die Buchten seien tatsächlich für größere Fahrzeuge zu klein. „Nach einer Prüfung vor Ort haben wir uns für diese einfachste Lösung des halbseitigen Hochbordparkens entschieden.“ Der Bürgersteig biete dafür Raum genug, so werde verhindert, dass Fahrzeuge auf den Schutzstreifen für Radler ragten. „Zumindest, wenn man sich daran hält.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Nord

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben