Nachbarschaft

Oberhausen: Seit 110 Jahren will Gemeindecaritas Not lindern

Ursula Scholz, Annelie Wörner, Monika Dehlen und Christel Bennewa (v.li.) als Vorstandsteam freuten sich über die Gratulation von Caritasdirektor Michael Kreuzfelder (li.) und Weihbischof Ludger Schepers.

Ursula Scholz, Annelie Wörner, Monika Dehlen und Christel Bennewa (v.li.) als Vorstandsteam freuten sich über die Gratulation von Caritasdirektor Michael Kreuzfelder (li.) und Weihbischof Ludger Schepers.

Foto: Bernhard Kreyenberg

Oberhausen.  Die Gemeindecaritasgruppe Herz-Jesu feiert das 110-jährige Bestehen. Die Mitglieder sind rund um den Sterkrader Postweg für Hilfen im Einsatz.

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Im Dezember 1909 wurde in der jungen Pfarrei Herz-Jesu im damals noch eigenständigen Sterkrade ein Elisabeth-Verein und damit die noch heute bestehende Gemeindecaritasgruppe gegründet. Ziel: Konkrete Hilfen für arme Menschen im Einzugsgebiet der Pfarrei zur Verfügung zu stellen.

Neben Gottesdienst und Verkündigung wollte man seinerzeit so den Dienst am Nächsten als unaufgebbares Merkmal der katholischen Kirche umsetzen. Gerade in den Kriegsjahren waren es vor allem Frauen, die sich gegenseitig Mut zum Leben und Überleben machten. Sie organisierten Lebensmittel und Kleidung, halfen kinderreichen Familien und Kranken und standen als Gesprächspartnerinnen zur Verfügung.

Konkrete Hilfen und offenes Ohr

Heute sind es Flüchtlingsfamilien, Witwen und Arbeitslose, aber eben auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien, um die sich die Gruppe kümmert. Neben ganz konkreten Hilfen sind vor allem ein offenes Ohr und Zuhören das A und O. Und so gehören auch Besuche bei alten Menschen in der Gemeinde zum Aufgabenkatalog – ein wichtiger Dienst bei feststellbar zuzunehmender Isolation älterer Menschen.

Haussammlung zweimal im Jahr

Zweimal im Jahr wird gesammelt. Die Haussammlung dient der Finanzierung der vielfältigen ehrenamtlichen Hilfen. Es geht dabei allerdings nicht nur um Spendenakquise, sondern auch um das persönliche Gespräch. Darüber hinaus organisiert die Caritasgruppe verschiedenste Veranstaltungen im Jahreslauf. Dazu gehören ein Alten-und Krankentag, ein Frühlingsfest oder die Elisabethfeier. Und die Gruppe engagiert sich auch beim jährlichen Gemeindefest und am Caritassonntag. Ziel: Menschen für die Mitarbeit im ehrenamtlichen sozialen Dienst der Gemeinde zu gewinnen. „Wir sind dankbar für ein so engagiertes soziales Engagement für Menschen in Not“, gratuliert Caritasdirektor Michael Kreuzfelder. „Das ist ein ganz starkes und nachvollziehbar glaubhaftes Stück Kirche.“

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