Fahrrad fördern

Oberhausener Radler bleiben ohne eigenen Rathaus-Fachbereich

Foto: Ayla Yildiz

Alle Politiker wollen den Radverkehr in der Stadt fördern – drei Bürger schlugen dafür einen eigenen Fachbereich vor. Sie kamen nicht durch.

Die von einer dreiköpfigen Bürgergruppe geforderte Einrichtung eines eigenen Fachbereichs „Fahrradförderung“ mit einem eigenen Etat von mindestens 100 000 Euro wird es vorerst nicht geben.

Gegen die Stimmen von Linken und Bürgerliste sprach sich die breite Mehrheit der Ratsfraktionen im Hauptausschuss dafür aus, zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt zunächst einmal die angestoßenen Planungen für ein besseres Radwegenetz abzuwarten. Damit konnten sich Manuela Kaiser, Karl van den Mond und Udo Sommer mit ihrem per Bürgerantrag nach § 24 der NRW-Gemeindeordnung gestellten Vorschlag nicht durchsetzen. „Der fortdauernde negative Trend zum Thema Radfahren für unsere Stadt bei Befragungen von Bürgern lässt sich ohne einen eigenständig steuernden Fahrrad-Fachbereich nicht umkehren“, argumentierte Karl von den Mond im Hauptausschuss.

Nicht nur Oberbürgermeister Daniel Schranz, der für die Organisation im Rathaus in erster Linie zuständig ist, bezweifelte allerdings, dass ein eigenständiger Fachbereich den Radlern soviel bringen werde. Das Rathaus sieht die Radförderung als Querschnittsaufgabe – etwa bei der Erneuerung von Straßen und Kanälen werden Radwege gleich mitgeplant. „Den Radverkehr zu verbessern, hat in unserem Hause Priorität“, versicherte Schranz.

FDP-Gruppenchef Hans-Otto Runkler befürchtet, weitere Fachbereiche bedeuteten den Ausbau an Bürokratie. Grünen-Fraktionschef hält ein Gesamt-Mobilitätskonzept für alle Verkehrsarten für sinnvoller als einen Spezial-Fachbereich.

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