KKO-Insolvenz

Patienten sorgen sich um Röntgenpraxis RIO am Josef-Hospital

Das Radiologie Institut Oberhausen (RIO) arbeitet seit dem Jahr 2012 auf dem Gelände des St.-Josef-Hospitals an der Mülheimer Straße 87. Es ist links neben dem Eingang des Krankenhauses erreichbar. Es ist vom Katholischen Klinikum KKO völlig unabhängig und wirtschaftlich eigenständig.

Das Radiologie Institut Oberhausen (RIO) arbeitet seit dem Jahr 2012 auf dem Gelände des St.-Josef-Hospitals an der Mülheimer Straße 87. Es ist links neben dem Eingang des Krankenhauses erreichbar. Es ist vom Katholischen Klinikum KKO völlig unabhängig und wirtschaftlich eigenständig.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Die zum Jahresanfang 2020 angekündigte Schließung des Oberhausener KKO-Traditionskrankenhauses St. Josef erschreckt viele Patienten.

In diesen turbulenten Tagen im Insolvenzverfahren des Katholischen Klinikums (KKO) müssen Ärzte, Therapeuten und Pflegerinnen viele Fragen beantworten. Nach dem vom Gläubigerausschuss genehmigten Sanierungsplan wird das Oberhausener Traditionskrankenhaus St. Josef an der Mülheimer Straße geschlossen – bereits Anfang des Jahres sollen die Fachbereiche Psychiatrie und Neurologie mit den übrigen somatischen Bereichen ins St. Marien Osterfeld und ins St. Clemens Sterkrade umziehen.

Sorgen vieler Patienten, man könne jetzt im St. Josef ja gar nicht mehr eingewiesen und behandelt werden, sind jedoch unbegründet. Der neue KKO-Geschäftsführer Christian Eckert versichert schriftlich, das zwar gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort nun alles vorbereitet werde, damit die beiden Fachbereiche möglichst rasch an die beiden anderen KKO-Standorte verlagert werden können. Doch zugleich schreibt Eckert: „Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgt die Patientenversorgung vor Ort am St.-Josef-Hospital in uneingeschränktem Umfang weiter.“

Konzepte zur Schließung von St. Josef bis Ende des Jahres

Der Zeitplan sieht den Beginn des Umzugs Anfang des Jahres vor. „Die für den Umzug erforderlichen konzeptionellen und infrastrukturellen Maßnahmen werden nun mit Hochdruck angegangen und sollen bis Ende des Jahres umgesetzt sein“, sagt der KKO-Chef.

Unbegründete Sorgen machen sich Patienten auch im bekannten Radiologischen Institut Oberhausen (RIO). „Wir werden nun ständig gefragt, ob wir denn weitermachen, weil St. Josef ja bald schließt“, erzählt RIO-Geschäftsführer und Nuklearmediziner Prof. Stefan Högerle. Dabei sei das RIO ein eigenständiges Unternehmen und sei wirtschaftlich nicht mit dem Katholischen Klinikum verbunden, sondern erbringe für dieses nur bildgebende Dienstleistungen.

Dies können viele Patienten natürlich nicht auf den ersten Blick erkennen: Denn das RIO, ein Gemeinschaftsverbund von Radiologie-Fachärzten, befindet sich in einem separaten Neubau direkt auf dem Gelände des St. Josef-Hospitals an der Mülheimer Straße 87, das links vor dem Eingang des Krankenhauses zu erreichen ist. Deshalb glauben viele Oberhausener irrtümlich, das RIO sei ein Teil des St.-Josef-Krankenhauses oder des Katholischen Klinikums.

In den Bau haben allerdings zwei bereits 2006 zusammengeschlossene alteingesessene private Facharzt-Radiologien eigenständig rund 2,5 Millionen Euro investiert – und praktizieren dort seit 2012 selbstständig. Sie leisten heute fürs KKO und zum Teil auch fürs Evangelische Krankenhaus (EKO) gegen Rechnung an vier Standorten von Röntgen und Ultraschall über Mammographie und Computertomographie (CT) bis hin zur Magnetresonanztomographie (MRT) alle möglichen medizinischen Bildverfahren.

„Wir arbeiten hier für ganz Oberhausen weiter, auch wenn das St. Josef schließt“, versichert Högerle. „Wir gehen hier nicht weg, das ist ja ein ganz neuer Bau. Wir haben einen Erbpachtvertrag bis 2075.“ Das RIO beschäftigt insgesamt 14 Ärzte im Stadtgebiet und hat sechs Gesellschafter.

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