Gasometer

Pilot erzählt von Bergrettung in Alpen und Himalaya

Im Hintergrund markant das Matterhorn: Air Zermatt-Pilot Daniel Aufdenblatten kann seinen Hausberg im Gasometer „kopfstehend“ bestaunen.

Im Hintergrund markant das Matterhorn: Air Zermatt-Pilot Daniel Aufdenblatten kann seinen Hausberg im Gasometer „kopfstehend“ bestaunen.

Foto: Jens Goerlich

Oberhausen.  Im Gasometer berichtet Air-Zermatt-Flieger Daniel Aufdenblatten am 4. September von seinem abenteuerlichen Einsatzflug am Annapurna-Gipfel.

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Im April 2010 waren der Schweizer Air-Zermatt-Pilot Daniel Aufdenblatten und Bergretter Richard Lehner in Nepal. Sie bildeten die dortigen Piloten für Bergrettungen mit der sogenannten Longline aus, einer oft über hundert Meter langen Leine, die unten am Hubschrauber hängt. Plötzlich wurde das Schulungsprogramm durch einen Notruf aus dem Himalaya unterbrochen: Drei spanische Bergsteiger waren am Annapurna auf über 7000 Metern Höhe in Bergnot geraten. In seinem Vortrag am Mittwoch, 4. September, um 19.30 Uhr im Gasometer erzählt Daniel Aufdenblatten die Geschichte dieser abenteuerlichen Rettung – und berichtet von seinen prägenden Erfahrungen.

Absolutes Limit für den Auftrieb an den Rotorblättern

Auf der extremen Höhe des Annapurna, mit 8091 Metern der zehnthöchste Berg der Erde, war nie zuvor eine Helikopterrettung versucht worden. Das Umfeld des am seltensten bestiegenen Achttausenders bedeutete höchste Risiken: Minustemperaturen bis 50°C, extrem niedriger Sauerstoffgehalt, starke Windböen, absolutes Limit für die Turbinenleistung und den Auftrieb an den Rotorblättern.

In der Todeszone nahe dem Gipfel des Achttausenders waren Lehner und Aufdenblatten physisch und psychisch aufs Äußerste gefordert und riskierten ihr eigenes Leben. Sie machten bei der ersten Rettung auf dieser Höhe prägende Grenzerfahrungen. Wie lassen sich Risiken erkennen, einschätzen, eingrenzen und beherrschen? Der beeindruckende Vortrag wird mit einmaligen Bildern aus dem imposanten Himalaya nicht nur für Bergfreunde ein optischer Leckerbissen.

Aufgewachsen zu Füßen des Matterhorns

Für die bis heute höchste gelungene Helikopterrettung wurden Aufdenblatten und Lehner 2011 in Washington, DC mit dem Heroism Award, dem „Oscar“ der Luftfahrt, ausgezeichnet. Der 44-jährige Daniel Aufdenblatten aus der Matterhorn-Gemeinde Zermatt ist ausgebildeter Linien- und Helikopterpilot. Er hat mit über 7000 Flugstunden und 2500 Rettungsflügen große Erfahrung, auch mit Flügen unter anspruchsvollen Bedingungen.

Karten kosten 18 Euro, ermäßigt 15 Euro, erhältlich an der Gasometer-Kasse oder gegen Aufpreis online bei Ticketmaster.

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