Füchse

Plötzlich ist da ein kleiner Fuchs im Oberhausener Garten

Der kleine Fuchs im Garten von Norbert Heyer an der Steeler Straße.

Der kleine Fuchs im Garten von Norbert Heyer an der Steeler Straße.

Foto: Norbert Heyer / Leserfoto

Oberhausen.   Ein Fuchs im Garten! In den meisten Fällen sorgt das für Aufregung, ja teils auch Angst. Nicht so bei Norbert Heyer. Er zückte die Kamera.

Marga Heyer traute am Sonntagabend kaum ihren Augen, als sie vom Balkon in ihren Garten an der Steeler Straße blickte. Ein kleiner Fuchs hatte es sich auf dem Gartenweg bequem gemacht. Ehemann Norbert Heyer zückte sofort die Kamera - „Die mit dem großen Tele-Objektiv!“ Und fing die ungewöhnliche Szenerie als Foto ein, das er am Dienstagmorgen der Redaktion schickte.

Schon öfter Füchse im Garten

„Wir hatten ja schon öfter Füchse im Garten“, berichtete der Oberhausener im Gespräch mit unserer Zeitung. Zuletzt sei das vor zwei Jahren der Fall gewesen, damals habe sich sogar das Ordnungsamt eingeschaltet.

Jetzt also eine neuerliche Fuchs-Visite. Norbert Heyer führt die Häufigkeit dieser Besuche auf die Nähe seines Grundstücks zum langgestreckten Grünbereich am Läppkes Mühlenbach zurück. „Wir wohnen her ja direkt an der Stadtgrenze zu Essen. Am Bach gibt es einen Wanderweg und viel Grün. Da kommen die Füchse wohl her.“

Etwa fünf Minuten dauerte der Überraschungsbesuch

Der kleine Fuchs vom Sonntagabend hielt sich „in aller Ruhe“ im Garten auf. „Das Tier wirkte ganz gelassen“, erzählt der Oberhausener. Krank sei das Tier nach seiner Einschätzung nicht. Etwa fünf Minuten dauerte der Überraschungsbesuch. Die Eheleute Heyer störten das Tier nicht weiter, sondern beobachteten es vom Haus aus. Dann zog der Fuchs wieder ab und in die laue Sommernacht hinaus.

„Wir hatten noch nie einen Fuchs im Garten, der sich so bereitwillig fotografieren ließ“, sagt Norbert Heyer. Die neuerliche Fuchs-Visite habe ihn überhaupt nicht beunruhigt, ergänzt der Oberhausener. „Ich sehe das ganz gelassen.“

In jüngerer Zeit wurden immer öfter Füchse gesichtet

In den letzten Jahren häufen sich auch in Oberhausen die Berichte über Füchse im Stadtgebiet. Dabei ist keineswegs nur der vergleichsweise waldreiche Stadtnorden betroffen, wo die Tiere aus naturnahem Gelände ja leicht zum Beispiel nach Walsumermark, Königshardt oder Schmachtendorf „einwandern“ können. Immer öfter sind Füchse auch im südlicheren Stadtgebiet anzutreffen, wie ja auch die sonntägliche Fuchs-Visite an der Steeler Straße zeigt. In Wohnbereichen finden die Tiere leicht Nahrung, sie bedienen sich dabei oft auch aus den Abfällen der Menschen. Füchse fühlen sich deshalb in der Stadt und in dicht besiedelten Bereichen durchaus wohl. Die Tiere gelten als in der Regel nicht aggressiv und meiden eher den Kontakt mit den Menschen.

Zäune helfen nicht allzu viel

Zäune nützen übrigens nicht allzu viel, um Füchse vom Eindringen in einen Privatgarten abzuhalten. In der Regel gelingt es den Tieren, sich irgendwie hindurchzuzwängen. Auch der Oberhausener Norbert Heyer weiß, dass sein Garten gegen Füchse ungenügend gesichert ist. „Wir haben da hinten eine Brombeerhecke, Da kommen die Füchse wohl ziemlich leicht durch.“

Bitte auf keinen Fall füttern!

Auch Gisela Matten, Vorsitzende der Kreisjägerschaft Oberhausen, rät zur Gelassenheit bei Fuchs-Visiten im Privatgarten. Ein so kleiner Fuchs werde noch vom Muttertier gefüttert, der Hausbesitzer brauche keine Angst zu haben, erläutert sie. Wenn man es denn unbedingt wolle, könne man versuchen, so ein Tier mit lauten Geräuschen zu vertreiben. Auf keinen Fall sollte man versuchen, es zu füttern.

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