Schlager-Ärger

Nicht der erste Rauswurf nach Spott über Michael Wendler

Schlagersänger Willi Herren musste am Samstag bei „Schalke Olé“ die Bühne verlassen. Mickie Krause vor neun Jahren bei „Oberhausen Olé“ ebenfalls. Der Grund damals wie heute: Lästereien über Michael Wendler (Foto).

Schlagersänger Willi Herren musste am Samstag bei „Schalke Olé“ die Bühne verlassen. Mickie Krause vor neun Jahren bei „Oberhausen Olé“ ebenfalls. Der Grund damals wie heute: Lästereien über Michael Wendler (Foto).

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Schlagerbarde Willi Herren lästert bei „Schalke Olé“ über Michael Wendler – und fliegt von der Bühne. Das erinnert an einen Eklat in Oberhausen.

Kein bisschen Frieden! Befindlichkeiten innerhalb der Schlager-Szene sind manchmal fast so unterhaltsam wie die scheppernden Songs. Der ehemalige Lindenstraßen-Schauspieler Willi Herren durfte am Samstag seinen Auftritt bei „Schalke Olé“ nicht beenden. Er hatte den Namen des Kollegen Michael Wendler und dessen Freundin Laura in einen Song eingebaut und flog von der Bühne. Fans von Mickie Krause dürfte die Szenerie bekannt vorkommen. Wegen eines ähnlichen Vorfalls drehte man Krause vor neun Jahren bei „Oberhausen Olé“ den Saft ab – auch hier ging es um: Michael Wendler.

Mickie Krause musste bei „Oberhausen Olé“ gehen

Dabei verwundert der Ärger auf Schalke eigentlich nicht sonderlich. Michael Wendler und Willi Herren machten zuletzt gemeinsam beim Trash-TV-Format „Das Sommerhaus der Stars“ mit. Prompt bekamen sich der Dinslakener und der Kölner in die Wolle. Nettigkeiten wie „Honk“ und „Kackvogel“ fielen vor laufenden RTL-Kameras.

Zuletzt soll es Willi Herren („So geh‘n die Gauchos“) untersagt worden sein, auf der Bühne Michael Wendler („Sie liebt den DJ“) zu erwähnen. Auch hier gibt es erstaunliche Parallelen zur früheren „Oberhausen Olé“-Sause.

Damals wie heute zog Olé-Erfinder Markus Krampe die Notbremse. Der ehemalige Manager von Michael Wendler ärgerte sich 2010 auf dem Freigelände hinter der König-Pilsener-Arena über „Unwahrheiten“ im Vorfeld. Mickie Krause („Schatzi schenk mir ein Foto“) habe sich schon bei Pressekonferenz vor dem Festival daneben benommen.

Ein bisschen Frieden – Versöhnung folgte schnell

Trotzdem sagte der Partysänger mit der markanten Perücke damals in Oberhausen vor den Fans trotzig: „Ich lasse mir von keinem Sänger und von keinem Veranstalter den Mund verbieten!“ Schwupps, war bei seinem Bühnen-Mikrofon der Saft weg.

Das Verhältnis zwischen Willi Herren und den Olé-Machern scheint nicht zu kitten. So sah es vor neun Jahren auch bei Mickie Krause aus. Das Ende vom Lied: Mickie Krause feierte zuletzt im Juni bei „Oberhausen Olé“ wieder munter mit. Hoffnung auf ein bisschen Frieden gibt es also doch.

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