Junge Klassik

Sinfoniker zeigen sich in der Luise-Albertz-Halle romantisch

Mit ihren unverwechselbaren Interpretationen genießt Ragna Schirmer höchste Anerkennung als Pianistin.

Mit ihren unverwechselbaren Interpretationen genießt Ragna Schirmer höchste Anerkennung als Pianistin.

Oberhausen.   Die Klassikreihe zeigt sich in Oberhausen von ihrer romantischen Seite. Star-Pianistin Ragna Schirmer zelebriert Clara Schumanns 200. Geburtstag.

Eine virtuose Verneigung zum 200. Geburtstag von Clara Schumann, dargeboten von der immer wieder hinreißend aufspielenden Ragna Schirmer, verheißt das herbstliche Highlight im diesjährigen Reigen der Internationalen Sinfoniekonzerte der Stadt in der Luise-Albertz-Halle. Doch auch die anderen drei Orchesterabende bürgen für große Musik zum kleinen Preis.

Am Sonntag, 31. März, um 19.30 Uhr startet die Klassikreihe mit einem romantisch geprägten Programm – und Romantik von ihren Vorboten bis zu den späteren Ausprägungen wird im 2019er Konzert-Angebot ganz groß geschrieben. Zum Auftakt spielt Pavel Kolesnikov allerdings das noch ganz der Wiener Klassik verschriebene erste Klavierkonzert Ludwig van Beethovens.

Romantischer zeigt sich das Symfonieorkest Vlaanderen, eines der führenden Orchester Belgiens: Unter der Leitung von Jan Latham-Koenig spielen die Flamen mit italienischem „Fuoco“ Werke von Gioachino Rossini und Giacomo Puccini sowie die „italienische“ Sinfonie Nr. 4 von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Tastenlöwin mit Sinn für Dramatik

Die Wahlverwandtschaft zwischen Johannes Brahms und Robert Schumann zelebriert in zwei großen Werken am Sonntag, 19. Mai, die Nordwestdeutsche Philharmonie. Wolfgang Emanuel Schmidt dirigiert das Landesorchester mit Sitz in Herford. Als Solistin spielt Cecilia Laca, die Konzertmeisterin des ruhmreichen Teatro San Carlo in Neapel, das Violinkonzert D-Dur von Johannes Brahms.

Nach Schuman und Brahms kann folgerichtig nur Clara Schumann folgen. Ihr frühes Klavierkonzert a-Moll eröffnet das Doppel zweier Klavierkonzerte mit Ragna Schirmer als Protagonistin. Die 47-Jährige aus Halle ist Tastenlöwin mit Sinn für Dramatik – und zugleich eine feinsinnige Deuterin ohne Allüren. Der verehrten Clara Schumann stellt sie Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 gegenüber. Das Mendelssohn Kammerorchester aus Leipzig eröffnet diesen Abend mit zwei „Liedern ohne Worte“: zum einen von Josephine Lang, zum anderen von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Zum 20. Mal lautet zum Abschluss der sinfonischen Reihe am Freitag, 8. November, das Motto „Musik der Zukunft“. Die Idee besticht: Der junge Spitzennachwuchs unter den Klassikern beweist sich bei öffentlichen Konzertexamina vor Professorenjurys und Publikum, begleitet von Profiorchestern. Inzwischen waren die Musikhochschulen der Städte Essen, Hannover, Karlsruhe, Köln und das Salzburger Mozarteum als erste Adressen mit Examenskandidaten beteiligt.

Den spannenden Ausblick auf die Zukunfts-Musik bereichern inzwischen auch die Uraufführungen besonders vielversprechender Kompositionsstudenten. Doch auch an diesem futuristischen Abend (dessen Programm stets erst kurzfristig bekannt gegeben wird) gibt’s Bewährtes: nämlich das Orchester „Folkwang Symphony“ und seinen aus Oberhausen stammenden Dirigenten Oliver Leo Schmidt.

>>> Info: Im Abonnement gibt’s ein Konzert gratis

Schauplatz aller vier Konzerte ist die „gute Stube“ der Stadt, die Luise-Albertz-Halle, Düppelstraße 1. Die Karten-Preise sind in vier Gruppe gestaffelt, bei den Einzeltickets von 9,50 bis 20 Euro, im Abonnement von 28,50 Euro bis 60 Euro. Somit können Abonnenten eines der vier Konzerte gratis erleben. Ermäßigungen von 50 Prozent gibt’s für Schüler und Inhaber des Oberhausen-Passes.

Den Vorverkauf übernehmen für das städtische Kulturbüro die Tourist-Information am Hauptbahnhof, 0208 - 824570, und das Theater am Will-Quadflieg-Platz, 0208 - 8578 184.

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