Volksfest

Styrumer Volksfest erinnert an Schausteller Willi Krenz

Zwischen Zuckerwatte und Kinderkarussell: Die Styrumer feierten mit ihren Gästen vier Tage lang ihr neu aufgelegtes Volksfest.

Zwischen Zuckerwatte und Kinderkarussell: Die Styrumer feierten mit ihren Gästen vier Tage lang ihr neu aufgelegtes Volksfest.

Foto: Heinrich Jung

OBERHAUSEN.   Zehn Schausteller beteiligten sich am Styrumer Volksfest. Rummelkulisse rund um die Oberhausener Joseph-Kirche. Feierstunde in der Bauernstube.

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Es wirkt fast so, als hätte ein Urgestein unter den Oberhausener Schaustellern höchstpersönlich den Vorhang zur Seite geschoben: Am späten Samstag bricht die Wolkendecke endlich auf und das Kirmestreiben rund um die Joseph-Kirche geht munter weiter. Die Styrumer erinnerten beim neu aufgelegten Volksfest an den im vergangenen Juli verstorbenen Willi Krenz.

Der Chef der Schausteller Familie in fünfter Generation hat auch tief im Süden der Stadt seine Spuren hinterlassen — und das über Jahrzehnte. „Als Mensch und Unterstützer ist Willi Krenz nicht zu ersetzen. Wir wollen das Styrumer Volksfest unbedingt in seinem Sinne fortführen“, sagt der Vorsitzende der Styrumer Interessengemeinschaft, Dirk Heßhaus.

Mehr als 40 Jahre lang habe Krenz das Wirken in Styrum mit bestimmt, mit Rat und vor allem Tat mitgeholfen — und nach dem zwischenzeitlichen „Aus“ der Traditionsveranstaltung auch die Neuauflage, die nun zum dritten Mal von Donnerstag bis Sonntag gefeiert wurde, entscheidend angeschoben. Ein Mann, den sie hier nicht nur zur Volksfestzeit liebevoll die „graue Eminenz von Styrum“ nannten. Heßhaus: „Wahrscheinlich schaut er nun von oben zu, ob sich die Karussells vor der Kirche auch weiterdrehen!“

Das taten sie: Ein Kettenkarussell und ein Kinderdrehwurm gehörten zum Angebot der zehn Schausteller, die auf der Josefstraße und am Martin-Heix-Platz für einen feinen Rummel sorgten. Scheppernde Treffer beim Dosenwerfen, Knalleffekte nach dem Wurf auf eine Luftballonwand und staunende Kinderaugen beim Entenangeln. Echte Rummelklassiker rahmten die am späten Samstagabend gut umlagerten Bierbuden. Hinzu kamen Stände von Styrumer Vereinen wie der Karnevalsgesellschaft Styrumer Löwen.

Bauernstube feiert 145 Jahre Schankerlaubnis

Im kommenden Jahr wollen die Macher auch wieder an einem Autoscooter arbeiten, der diesmal fehlte. Der Gottesdienst zog deshalb von der Rummelfläche in die Joseph-Kirche um. Im Organisationsstab gibt es im kommenden Jahr einen Wachwechsel. Diesmal kümmerte sich die Styrumer Interessengemeinschaft um die Planung, 2020 übernehmen die Oberhausener Schausteller. Geisterbahn-Chef Ronny Schütze, zuletzt mit seinem Belustigungsgeschäft noch bei der Frankfurter Dippemess unterwegs, schaute zum Start des Styrumer Reigens vorbei. An einem Strang wollen die „Motoren“ des Festes weiter gemeinsam ziehen. Dass es weitergeht, sei jedenfalls gesichert.

Einen Grund zum Feiern gab’s schon jetzt: Zum Volksfest erfolgte ein Empfang in der benachbarten Bauernstube. 145 Jahre Schankerlaubnis feierte das traditionsreiche Haus, das seit 30 Jahren als Gasthof und Hotel von der Familie Schur betrieben wird.

>>> AUCH KÜNFTIGE TOLLITÄTEN SCHAUTEN VORBEI

Das Wetter spielte trotz der schlechten Prognosen einigermaßen mit. Am Samstag und Sonntag freuten sich die Macher rund um die Joseph-Kirche über gute Resonanz. Der Regenschirm konnte zum Spazierstock umfunktioniert werden.

Nicht nur Besucher schauten vorbei, sondern auch künftige Tollitäten. Dirk Loege, Prinz der Session 2019/2020, grüßte in Zivil ebenso wie das Dreigestirn und Kinderprinzenpaar.

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