Radverkehr

Vorbild Berlin: Grüne fordern Pop-up-Radwege für Oberhausen

Beispiel Bundeshauptstadt: Ein Radfahrer fährt auf einem temporären Radweg auf der Kantstraße in Berlin Charlottenburg.

Beispiel Bundeshauptstadt: Ein Radfahrer fährt auf einem temporären Radweg auf der Kantstraße in Berlin Charlottenburg.

Foto: Joerg Krauthoefer / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Während der Corona-Krise sollen auf der Mülheimer Straße Fahrspuren vorübergehend für den Radverkehr reserviert werden. Rat muss entscheiden.

Weil momentan mehr Menschen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto unterwegs sind, wollen die Grünen während der Corona-Krise vorübergehende Radwege in Oberhausen einrichten lassen. Laut Fraktionssprecher Andreas Blanke will die Fraktion einen Antrag in die nächste Ratssitzung am 22. Juni einbringen. Dieser fordert die Verwaltung auf, entlang der Mülheimer Straße sogenannte Pop-up-Bike-Lanes einzurichten. Diese provisorischen Radwege sollen zunächst während der Sommerferien und an Wochenenden entstehen, um eine sichere Zufahrt mit dem Fahrrad zum vielbesuchten Kaisergarten zu ermöglichen.

Berlin macht es erfolgreich an mehreren Stellen im Stadtgebiet vor: Mit den Pop-up-Radwegen schafft die Hauptstadt auf ihren Straßen vorübergehend mehr Platz für Radfahrer und reagiert so auf die veränderte Verkehrssituation während der Pandemie. Auch in Düsseldorf gibt es eine solche provisorische Strecke. Mit einfachen Hilfsmitteln wie Verkehrskegeln und Signalfarbe wird eine Fahrbahn abgetrennt und so für den Radverkehr freigegeben, erklären die Grünen.

Pop-up-Bike-Lanes gehen nicht zu Lasten des Autoverkehrs

Durch den so gewonnenen Raum würden die notwendigen Abstände besser eingehalten und die Radfahrer kämen sicherer und schneller voran. Eine Auswertung aus Berlin habe zudem gezeigt, dass sich so insgesamt die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhe und durch das momentan geringere Verkehrsaufkommen auch keine negativen Auswirkungen für den Autoverkehr entstünden.

„Leider sperren sich in den meisten Städten die Verwaltungen gegen die Einrichtung dieser Radwege und schieben rechtliche Bedenken vor, die jedoch laut Auskunft der Landesregierung NRW unbegründet sind“, erklärt Grünen-Chef Norbert Axt. Umso wichtiger sei es den politischen Druck auf die Verwaltung und auch auf die anderen Parteien zu verstärken, betont Fraktionschef Blanke.

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