Jazzkarussell

Weltklasse-Quartett und schräges Krippenspiel im Gdanska

Weltklasse – auch als Jazzer in der klassisch-kammermusikalischen Besetzung eines Streichquartetts: das Atom String Quartet.

Weltklasse – auch als Jazzer in der klassisch-kammermusikalischen Besetzung eines Streichquartetts: das Atom String Quartet.

Foto: Jazzkarussell

Oberhausen.  Mit großem Aufschlag eilt das Jazzkarussell gen Jahresende: Aus Polen kommt das Atom String Quartet, aus dem Allgäu Trompeter Matthias Schriefl.

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Mit drei hochklassig besetzten Konzerten saust das Jazzkarussell dem Jahresende entgegen. Das polnische „Atom String Quartet“, zu erleben am Donnerstag 21. November, um 20 Uhr im Gdanska am Altmarkt, gilt als eines der faszinierendsten Streichquartette weltweit.

Mit dem Instrumentarium eines kammermusikalischen Ensembles, fest verankert in der klassischen Musiktradition, beschreitet das Atom String Quartet neue klangliche und formale Wege. Ihre Musik ist noch mehr als ein Brückenschlag zwischen Jazz und Klassik: Polnische Volksmusik, weltmusikalische Anleihen aus vielerlei Kulturen sowie Strukturen zeitgenössischer Musik sind ebenso Inspirationsquellen ihres unverwechselbaren neuen Streicher-Klangs. Die vier Absolventen des Warschauer Frédéric Chopin Konservatoriums heimsen seit 2010 internationale Preise ein und stehen mit Jazz-Größen von Bobby McFerrin bis Paolo Fresu auf der Bühne.

Einen internationalen Ruf genießt auch das Quartett um Nadia Maria, im Gdanska am Donnerstag, 5. Dezember, um 20 Uhr. Aufgewachsen im Iran, einem Land voller Schönheit und Widersprüche mit einer anderen Muttersprache als der eigenen, lernte sie schon früh, auf den Klang der Worte zu achten. Gesang erlebte sie als Mittler zwischen den Welten. Mit ihrer hochkarätigen Band stellt Nadia Maria in ihrem Konzert eigene Lieder und die sehr besonderen Kompositionen des Pianisten Pablo Paredes vor, zu denen sie die Texte geschrieben hat.

Nach dem schenkelbrechenden Vorjahreserfolg sahen sich die Karussell-Anschieber Eva Kurowski und Dirk Balthaus wohl in der frohen Pflicht, am Donnerstag, 19. Dezember, um 20 Uhr wieder Matthias Schriefl, den irrwitzigen Trompeter aus dem Allgäu, und seine „Moving Krippenspielers“ ins Gdanska zu holen. Sieben Menschen, rund 30 Instrumente, Weihnachtslieder, weihnachtliche Kostüme, eine schräg-schrägere Weihnachtsgeschichte, Gesang und ein paar Volkstänze – das sind die Zutaten für ein Krippenspiel als wär’s von Monty Python.

Für alle Konzerte gilt der Eintrittspreis von 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, online jazz-in-oberhausen.de

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