Polizei

Wilde Fahrt unter Drogeneinfluss – Polizei stellt Mann (20)

Foto: Thomas Nitsche / FFS

Oberhausen.  Eine wilde Raserei endet an einem Streifenwagen. Dass es dazu kommt, hat einen speziellen Grund: Ein Polizist außer Dienst alarmiert Kollegen.

Wer als Autofahrer mit zu hohem Tempo einen Polizisten in dessen Wagen überholt, hat schlechte Karten. Dieser Fall zeigt es.

Ein Autofahrer machte am Montag (18. Mai) gegen 22.30 Uhr in Oberhausen durch seine rücksichtslose Fahrweise auf sich aufmerksam. Er überholte mit stark überhöhter Geschwindigkeit andere Fahrzeuge, darunter eben auch einen Polizisten, der mit seinem privaten Auto unterwegs war.

Als beide an der Alstadener Straße/Bebelstraße an einer roten Ampel hielten, sprach der Zeuge, der sich als Polizist zu erkennen gab, den 20-Jährigen durch das offene Beifahrerfenster auf seine Fahrweise an. Der junge Mann reagierte laut aktuellem Polizeibericht sehr aggressiv und flüchtete. Der verdächtige Autofahrer missachtete dabei mehrere rote Ampeln.

Wohnanschrift schnell ermittelt

Da der Polizeikommissar bereits seine Kollegen in Oberhausen informiert hatte, machten sich mehrere Streifenwagenbesatzungen auf die Suche nach dem Flüchtigen. Eine Streifenwagenbesatzung wartete währenddessen an seiner bereits durch das Kennzeichen ermittelten Wohnanschrift auf den 20-Jährigen.

Tatsächlich näherte sich der junge Mann schon kurze Zeit später in seinem Wagen mit ausgeschalteten Abblendlicht dem Wohnort und parkte ganz in der Nähe. Sofort sprachen Polizisten den desorientiert und nervös wirkenden Opel-Corsa-Fahrer an. Wenig überraschend sei dann gewesen, dass der Drogentest positiv ausgefallen sei, berichtet die Polizei. Seinen Führerschein sowie eine mitgeführte Schreckschusspistole beschlagnahmten die Beamten. Bis zur richterlichen Entscheidung wird der rücksichtslose Fahrer vorerst nur als Beifahrer unterwegs sein dürfen.

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