Tanzcafé

Das ist die erste Bilanz der Nachbarschaftsberatung Alpen

Die Nachbarschaftskoordinatoren der Leader-Region luden zum ersten Tanzcafé ins Sonsbecker Kastell.

Die Nachbarschaftskoordinatoren der Leader-Region luden zum ersten Tanzcafé ins Sonsbecker Kastell.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Alpen.  Vor einem dreiviertel Jahr hat die Nachbarschaftsberatung Alpen ihre Arbeit aufgenommen. Koordinatorin Sonja Böhm zieht eine erste Bilanz.

Wenn man sich die bisherige Arbeit der Nachbarschaftsberatung anschaut, die in der Leader-Region Rheinberg, Alpen, Xanten und Sonsbeck ins Leben gerufen wurde, scheint diese genau den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Ein Projekt nach dem anderen wird realisiert: Es gibt Handyseminare im Amaliencafé, ehrenamtliche Nachbarschaftsberater, die Senioren zu Freizeitaktivitäten begleiten, oder das Tanzcafé, das im August erstmals im Sonsbecker Kastell stattfand.

Nun steht schon der nächste Tanznachmittag in den Startlöchern. Dieses Mal in Alpen. Die Nachbarschaftsberater laden am kommenden Sonntag, 27. Oktober, ab 15 Uhr, in den Sitzungssaal des Alpener Rathauses ein. Bei Kaffee und Kuchen kann zu Musik der Gruppe „Moonlights“ getanzt werden. Dazu zeigen die „Flöthdancers“ ihren Showtanz.

Sorgen und Nöte erkennen

„Ziel der Veranstaltung ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen, die Pflege und Knüpfung neuer Kontakte, Gemeinschaft erleben und natürlich die Möglichkeit sich ausgiebig zu bewegen“, erklärt Sonja Böhm, Nachbarschaftskoordinatorin in Alpen. Im Februar dieses Jahres wurde die Nachbarschaftsberatung ins Leben gerufen. Neben Böhm arbeiten Andreas Cziudej (Rheinberg), Gabriele van Royen (Sonsbeck) und Manuel ter Bekke (Xanten) daran, ein helfendes Netzwerk aufzubauen.

Dabei geht es darum, auf nachbarschaftlicher Ebene Sorgen und Nöte zu erkennen, der Einsamkeit entgegenzuwirken und entsprechende Hilfen durch Ehrenamtliche zu vermitteln. „Viele ältere Menschen wissen nicht, was es für Angebote gibt, und leben einsam. Die Hemmschwelle zu Behörden oder Einrichtungen zu gehen, ist immer noch sehr hoch“, weiß Böhm.

Ansprechpartner im Ort

Dabei muss der Nachbarschaftsberater nicht wirklich aus der direkten Nachbarschaft kommen. Das habe eher symbolischen Charakter. Vielmehr gehe es darum einen Ansprechpartner im Ort zu haben oder auch den Bedarf an Hilfe frühzeitig zu erkennen. „Einfach ein Auge auf den anderen haben, wie in einer Nachbarschaft“, erklärt Böhm.

Bei einer Tasse Kaffee oder Tee wollen die ehrenamtlichen Berater helfen. Zehn Stück sind von ihnen im Gemeindegebiet von Alpen unterwegs. Wie viel Zeit man investiert, kann jeder Berater individuell entscheiden. Für Alpen werden noch weitere Ehrenamtler gesucht. „So eine Arbeit wird immer wichtiger. Wegen des demografischen Wandels ziehen immer mehr junge Menschen vom Land in die großen Städte. Die Vereinsamung der älteren Menschen wird schlimmer“, so Böhm.

Überraschender Erfolg

Mit dem großen Erfolg nach gerade einmal einem halben Jahr, hat auch Sonja Böhm nicht gerechnet. Auf die Frage, ob es überhaupt irgendwo klemmt, muss die Alpenerin lange überlegen. „Vielleicht an der Kommunikation. Viele denken, dass wir eine Pflegedienstleistung sind. Das ist falsch. Wir beraten und leiten weiter“, betont sie. „Sonst läuft es aber einfach. Ein Projekt geht ins andere über, und es entstehen neue Ideen.“

So haben drei Berater in Alpen die Idee gehabt, im Amaliencafé ein Demenzcafé für Erkrankte und deren Angehörigen zu organisieren. Am 11. November und am 9. Dezember soll dieses in Kooperation mit der Nachbarschaftsberatung stattfinden. Ein weiteres Projekt steht ebenfalls schon in den Startlöchern: Die Alpener Nachbarschaftsberatung ruft die Bürger dazu auf, ihr ihre Weihnachtsgeschichten zum Schmunzeln oder Nachdenken am Stand beim Nikolausmarkt am 7. und 8. Dezember zu erzählen oder dort schriftlich abzugeben. Die Beratungsstelle möchte daraus ein Buch zusammenstellen.

Mittanzen im Café

Die Teilnahme am Tanzcafé in Alpen am kommenden Sonntag, 27. Oktober, kostet inklusive Kaffee und Kuchen fünf Euro und ist wegen der begrenzten Fläche im Sitzungssaal nur mit einer vorherigen Anmeldung möglich.

Diese nimmt die Nachbarschaftskoordinatorin Sonja Böhm telefonisch Montag und Mittwoch, 16 bis 18 Uhr sowie Dienstag und Freitag, 9 bis 12 Uhr, unter der Rufnummer 02802/912-580 oder unter 0151/67825054 entgegen.

Eine Anmeldung ist auch persönlich im Rathaus (Zimmer 113 im Erdgeschoss) zu den genannten Sprechzeiten möglich.

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