Wirtschaft

Der Wegweiser für die Xantener Wirtschaft

Der neue Wirtschaftsförderer der Stadt Xanten: Christian Boßmann

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Christian Boßmann aus Sonsbeck setzt bei der Wirtschaftsförderung auf Wissenstransfer.

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Xanten. Der Haarzopf ist markant. Verschwinden wird er auf gar keinen Fall. „Den hab ich schon in der Schule gehabt“, sagt Christian Boßmann und grinst. Damals im Stiftsgymnasium, unter anderem bei Lehrer Alfred Melters. Dem begegnet der gebürtige Sonsbecker inzwischen wieder öfter. Seit dem 1. November, als Boßmann sein neues Amt im Xantener Rathaus antrat. Drei Monate ist das her. Seine allererste Bilanz: Xanten, so der 42-Jährige, sei auf einem sehr guten Weg.

Ganz nah dran an der Wirtschaft einer Stadt

Die Stadt habe sich in den vergangenen 20 Jahren richtig rausgeputzt, sagt Boßmann. Er hat in Trier Wirtschaftsgeografie und Politik studiert und dann bei den Wirtschaftsförderungsgesellschaften in den Kreisen Kleve und Viersen gearbeitet. Dann kam die Ausschreibung in Xanten gerade recht. Bisher, so Boßmann, habe er Gewerbegebiete entwickelt und vermarktet und unter anderem Projekte mit dem Schwerpunkt Niederlande betreut hat. Nach zwölfeinhalb Jahren sei es aber an der Zeit, was Neues anzufangen und „ganz nah dran an der Wirtschaft einer Stadt“ zu arbeiten.

Unternehmer mit Unternehmern zusammenbringen – und mit Institutionen, die ihnen viel bringen können. Schon bei den Firmenbesuchen und beim Unternehmerfrühschoppen im Rathaus hat Boßmann festgestellt, was erwiesen ist: Es gibt so viele Förderprogramme. Meist sind die aber gar nicht oder kaum bekannt. Deshalb habe er beim Treffen im Rathaus Vertreter von zehn Institutionen eingeladen, von Unis bis zur Euregio, von Kompetenzzentren bis zum Businessclub, der IHK und der Entwicklungsagentur Wirtschaft des Kreises. Und von der Energie- sowie der Effizienzagentur.

Allein diese betreuen in NRW mehr als 1000 Objekte, kommen raus, beraten – kostenfrei. „Das kann jede Menge Geld sparen helfen, wenn man Analysen und Vorschlägen folgt“, so der Wirtschaftsförderer. Allein im Land gebe es Fördertöpfe für alle möglichen Fälle – zum Beispiel für Digitalisierung, Nachfolgeprobleme oder Fachkräftesuche: „Warum nicht da mal das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein ins Boot holen?“

Deshalb will er in regelmäßigen Abständen Unternehmer mit Vertretern dieser Institutionen zusammenbringen. Ein Fußball-Spiel lang soll so eine Veranstaltung dauern, bei der sich Unternehmern in kurzen „Fahrstuhl-Vorträgen“ präsentieren können. „Vor allem für neue Firmen ist das eine gute Plattform“, so Boßmann. Wissenstransfer ist das Stichwort. Der Sonsbecker versteht sich da als Wegweiser.

Lob gibt es in dem Zusammenhang für ein besonderes Netzwerk: die Interessengemeinschaft Gewerbetreibender Xanten (IGX). In digitalen Zeiten, in der der Einzelhandel mit verändertem Einkaufsverhalten zu kämpfen hat, sei „eine solch aktive Gemeinschaft von ganz hohem Wert“. Boßmann: „Eine aktive und engagierte Gemeinschaft, der Austausch klappt, wir arbeiten sicher gut zusammen.“ In einer Stadt mithin, die sich zur rechten Zeit weiter entwickele.

Er kenne keine vergleichbare Kommune in der Region, die so viel Geld für ihre Zukunft generieren kann. „Der barrierefreie Kurpark ist der richtige Schritt in die richtige Richtung“, betont Christian Boßmann ausdrücklich. Es gelte die Aufenthaltsdauer und die Kundenfrequenz zu erhöhen: „Je mehr Gäste zu uns kommen und je länger sie bleiben, desto mehr Geld fließt in die Wirtschaft und damit in eine Stadt, die sich enorm zu ihrem Vorteil entwickelt hat.“

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