Freizeit

Herbstmarkt in Xanten: Alles andere als ein goldener Herbst

Barbara Sensen von der Gärtnerei Rosalie aus Alpen-Drüpt, verkaufte Zierkürbisse beim Herbstmarkt in der Xantener Innenstadt.

Barbara Sensen von der Gärtnerei Rosalie aus Alpen-Drüpt, verkaufte Zierkürbisse beim Herbstmarkt in der Xantener Innenstadt.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Xanten.  Der Herbstmarkt in Xanten Innenstadt litt unter wechselhaftem Wetter. Die Händler machten das Beste draus, doch die Besuchermassen blieben aus.

Da waren sich Händler und Besucher wohl gleichermaßen einig: Wetter für einen Bummel über den Herbstmarkt war das am Wochenende nicht gerade. Dennoch die rund 60 Aussteller des diesjährigen Marktes waren tapfer und machten überwiegend gute Miene zum nassen Spiel. „Bei dem Wetter läuft es nicht. Das ist klar, keiner möchte bei Regen vor die Tür“, sagte Birgit Schößner von der Firma Keyzers verständnisvoll. Sie verkaufte Blumenzwiebeln, die für eine bunte Blumenpracht im Frühjahr nun eingepflanzt werden müssen.

Den passenden Dünger gab es gleich dazu. „Allium“, eine Riesenlauchpflanze mit bunten Blumenbällen, sei der Renner und werde derzeit am häufigsten gekauft. Schößner ist regelmäßig Händlerin beim Herbstmarkt in Xanten. „Es ist ein kleiner, aber feiner Markt, der bei schönem Wetter auch immer sehr gut besucht ist.“ Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet die Interessengemeinschaft Gewerbetreibender Xanten (IGX) den Markt in der Xantener Innenstadt in Kombination mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Die Idee stammt aus der einstigen Kartoffelkirmes, erinnert sich Christian de Fries, Mitglied des IGX-Vorstandes. „Mittlerweile hat sich der Herbstmarkt etabliert. Es gibt ein schönes, breitgefächertes Angebot und Waren, die alle irgendwas mit dem Herbst zu tun haben.“ So gab es neben Schmuck, Seifen und Lederwaren beispielsweise auch ausgefallene Salamisorten. Natürlich durften Herbstgestecke oder die erste Weihnachtsdeko nicht fehlen.

Zum dritten Mal dabei

Zum dritten Mal war Barbara Sensen von der Gärtnerei Rosalie aus Alpen-Drüpt dabei. Ihr Verkaufsstand war Herbst pur: Über 40 verschiedene Zierkürbissorten hatte Sensen im Gepäck. Kleine, große, gelbe oder grüne Kürbisse hatte sie auf dem Verkaufstisch ausgebreitet. Dazu bot sie über 100 verschiedene Arten von Tomaten an. „Natürlich wäre schönes Wetter besser aber die Kürbisse sind ja wasserfest“, sagt Sensen lachend. Ihr gefällt der Markt. „Die Kulisse ist sehr schön und die Besucher sind einfach immer sehr nett.“

Wenn jemand ansatzweise von dem grauen Himmel profitierte, waren das Dennis Gessner und Kerstin Büren, denn sie verkauften Uhren und Lampen aus Edelhölzern. Die Lichter kamen besonders gut zur Geltung und zogen doch einige Besucher unter den Pavillon. Zum zweiten Mal waren die Xantener dabei. „Letztes Jahr war es ein goldener Herbsttag aber wir machen das Beste draus“, so Büren. Vor allem am Samstag litt der Markt unter dem Wetter. Aber es gab auch Besucher, die Hart im Nehmen waren und die regenfreie Zeit genutzt haben. „Es ist wie immer ein sehr schöner Markt mit einem tollen Angebot. Man muss die Händler für ihr Durchhaltevermögen loben und unterstützen“, so eine Besucherin.

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