Kirche

Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein

Am Sonntag den 31.03.2013: Eröffnung mit einer Festmesse zum Festjahr 750 Jahre Dom Xanten. Weihbischof Wilfried Theising zelebrierte den Gottesdienst. Foto: ROY GLISSON/WAZ FotoPool

Am Sonntag den 31.03.2013: Eröffnung mit einer Festmesse zum Festjahr 750 Jahre Dom Xanten. Weihbischof Wilfried Theising zelebrierte den Gottesdienst. Foto: ROY GLISSON/WAZ FotoPool

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Xanten.   750 Jahre Xantener Dom. Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten am Ostersonntag

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Gemeinsam mit rund 300 Angehörigen der thebäischen Legion soll der christliche Legionär Viktor von Xanten im 4. Jahrhundert im Amphitheater hingerichtet worden sein. Der Legende nach soll auf der Grabstätte des Märtyrers der Xantener Dom errichtet und nach dem späteren Schutzpatron benannt worden sein.

Die Gebeine des römischen Soldaten befinden sich heute in einem Schrein im Hochaltar des Domes. Am Sonntag nach dem 10. Oktober, dem Namenstag des Heiligen Viktor, findet alljährlich eine Prozession zu seinen Gedenken statt. Seit wann genau es diese Tradition gibt, ist nicht bekannt. Es gibt jedoch Überlieferungen, demzufolge im Jahre 1464 über 300 000 Menschen aus diesem Anlass nach Xanten pilgerten.

Grundstein für die Kirche

Rund 200 Jahre zuvor, am 22. August 1263, legte Friedrich von Hochstaden, Bruder des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden, den Grundstein für die neue, hochgotische Stiftskirche. „Das 750-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung bezieht sich auf das Langhaus, die Türme sind wesentlich älter und im romanischen Stil errichtet“, erklärte Propst Klaus Wittke bei der Vorstellung des Festprogramms im vergangenen Jahr.

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten am Ostersonntag durch ein Pontifikalamt zum Hochfest mit Weihbischof Wilfried Theising. Musikalisch begleitet wurde die festliche Messe durch das Schweizer Renaissance-Ensemble „Chant 1450“ mit Gregorianik und Polyphonie zum Ostersonntag von Villanueva, Victoria und Lasso. „Was haben die Menschen in den vergangenen 750 Jahren wohl alles in dieser Kirche erlebt?“, fragte Theising in seiner Predigt und erkannte einen Zusammenhang zwischen der Auferstehung Jesus Christus und der Entstehungsgeschichte des Xantener Doms: „Diejenigen, die damals den Heiligen Viktor getötet haben, glaubten damit seine Botschaft auszulöschen. Aber das Gegenteil war der Fall. An diesem Grab entstand die große Geschichte der Xantener Christen.“

„Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein.“ Dieses Zitat aus dem Petrusbrief dient als Motto für eine Vielzahl von Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten zum Jubiläum. Dazu zählt das am 4. Mai im Dom stattfindende Oratorium „Petrus und der Hahn“ von Gregor Linssen. Bei dem 2007 in Rom uraufgeführten Stück handelt es sich um ein „Konzert für junge Leute“ mit Elementen aus Klassik, Folklore und Gospel. Einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr wird sicherlich die Aufführung des „Jedermann“ mit der Schauspielerin Christine Neubauer (19. und 20. Juli) am St. Viktor Dom sein. Das gemeinsam von der Touristikinformation (TIX) und der Propsteigemeinde veranstaltete Theaterstück passe mit seiner christlichen Botschaft bestens in die Stiftsimmunität und zum Jubiläum „Xantener Dom 750 Jahre Gotik“, so die Ankündigung. Den 25. August sollte man sich auf jeden Fall im Kalender anstreichen. An diesem Tag findet im Dom die Jubiläumsfeier zur Grundsteinlegung mit Diözesanbischof Felix Glenn statt. Neben einem Festvortrag von Prof. Dr. Reinhard Hoeps wird Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Grußworte an die Gemeinde richten.

Die Prozession

Am 13. Oktober kommt es dann zum dritten Mal nach 1966 und 1991 zur großen Viktortracht. Kardinal Joachim Meißner wird dieser außergewöhnlichen Prozession beiwohnen, bei der der Schrein mit den Gebeinen des heiligen Viktor zum Fürstenberg und zurück getragen wird. Mit einem Konzert des Xantener Domchores, dem Chor „Ad Sanctos“ sowie Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker am 23. November enden die Feierlichkeiten. Informationen www.stviktor-xanten.de.

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