Heimatgeschichte

Neues Nachschlagewerk „Rheinberg von A-Z“ geplant

Stadtarchivarin in Rheinberg, Sabine Sweetsir, initiierte die Idee eines Rheinberg-Lexikon mit dem Arbeitstitel „Rheinberg von A bis Z“.

Stadtarchivarin in Rheinberg, Sabine Sweetsir, initiierte die Idee eines Rheinberg-Lexikon mit dem Arbeitstitel „Rheinberg von A bis Z“.

Foto: Elwi / elwi

Rheinberg.  Die Rheinberger Stadtarchivarin Sabine Sweetsir plant ein Nachschlagewerk für die Stadt. Und sucht weitere Autoren.

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Welche Orte gibt es im Stadtgebiet? Woher stammen ihre Namen? Welche Brunnen gibt es, welche Denkmäler? Und welche Geschichte haben sie? Wer ist Ehrenbürger der Stadt und warum? Was hat es mit der Friedenseiche auf sich? Und wo ist der Hasenpfad? Wie viele Hochwasser gab es in der Stadt und wann? Und welche Befestigungsanlagen gab es in Rheinberg? Fragen über Fragen.

Die Antworten darauf muss sich jeder Interessierte häufig mühsam in verschiedenen Nachschlagewerken zusammensuchen. „Und auch im Internet ist nicht immer alles zu finden, schon gar nicht gebündelt“, weiß Sabine Sweetsir. Der Stadtarchivarin kam daher die Idee zu einem eigenen Nachschlagewerk zu Stadtgeschichte und Heimatwissen. Quasi ein „Rheinberg-Buch von a bis Z“, so der aktuelle Arbeitstitel.

Ein erstes Treffen mit möglichen Autoren eines solchen Buches gab es bereits Ende September. Doch noch sind nicht alle Themen vergeben, Autoren werden noch gesucht. Zugegeben: Auch das in bereits dritter Auflage erschienene „Alpen-Lexikon“ sei eine Inspirationsquelle gewesen. „Aber die Idee hat ich schon lange“, sagt Sabine Sweetsir. „Wir haben hier so viele schreibkreative Menschen vor Ort, dass ich einfach fand, dass man sie für ein solches Projekt, das es so ja auch noch nicht gibt, einmal zusammenbringen müsste.“

Jede Menge Anregungen

Der erste Schritt ist nun also getan. Viele Anregungen und Themen kamen bei diesem ersten und von rund 20 interessierten – und teilweise eben solcher „schreibkreativen“ – Rheinberger zusammen. Die ersten Kurzaufsätze, die nicht länger als 2500 Zeichen inklusive Leerzeichen sein sollten, wurden an Autoren, wie unter anderem der frühere Bürgermeister und Vorsitzende des Vereins Altes Rathaus Rheinberg, Hans-Theo Mennicken, Mundart-Experte Theo Horster, Stadtführer Werner Kehrmann oder auch an die Autorin und stellvertretende Vorsitzende des Vereins Altes Rathaus Rheinberg, Anja Rupprecht, und „viele andere, die vielleicht noch nicht so in Erscheinung bisher getreten sind“, so die Stadtarchivarin, vergeben.

Die kurzen, informativen und vor allem inhaltlich sehr genauen, aber keinesfalls wissenschaftlichen Texte zu den verschiedenen, aktuell etwa rund 150 Themen der Stadtgeschichte sollen später mit Bildern versehen und dann eben zu einem Nachschlagewerk zusammengefasst werden. „Ein so umfangreiches Werk wie das Alpen-Lexikon wird es sicher nicht werden“, meint Sabine Sweetsir.

Aber das sei auch gar nicht der Anspruch. „Es geht vielmehr darum, den Menschen, die sich für die Stadt und ihre Geschichte interessieren, ein gebündeltes, übersichtliches Nachschlagewerk an die Hand zu geben, in dem man manche Informationen einfach schnell mal nachschlagen und lesen kann.“

Eine Zielgruppe gibt es

Zielgruppen des handliches Info-Werkes über Rheinberg, das es zumindest als ähnliche, allerdings chronologisch geführte Variante schon einmal vom ehemaligen Stadtarchivar Heinz Janssen mit dem Titel „Rheinberg – Daten, Fakten und Personen aus drei Jahrtausenden“ gab, sind vor allem Neubürger und Touristen. „Aber so ein Buch ist auch für Schüler oder Eltern interessant und natürlich alle, die sich für unsere Stadtgeschichte interessieren“, sagt die Archivarin.

Eine Nachfrage gebe es durchaus danach, weiß sie aus ihrer täglichen Arbeit. „Und vielleicht wird es später ja dann auch noch eine Online-Version des Nachschlagewerkes geben.“Doch bis dahin müssen zunächst noch die Texte erstellt, Themen vergeben, Bilder herausgesucht und alles zusammengestellt werden. „Und dann suchen wir einen Verlag“, sagt Sabine Sweetsir.

Honorare gibt es nicht

Mittel für das Projekt „Rheinberg von A bis Z“ seien im städtischen Haushalt der Stadt bereitgestellt worden. Honorare für die Autoren gebe es aber nicht. „Der Betrag ist aber so gering, dass er wohl nur für die Druckkosten reicht.“

Das Ehrenamt ist also gefragt – allerdings für eine durchaus sehr ehrwürdige Aufgabe.

Das nächste Treffen der Projektgruppe für das Nachschlagewerk mit dem Arbeitstitel „Rheinberg von A bis Z“ ist am 21. November, um 18 Uhr im Saal im Obergeschoss der Alten Kellnerei, Innenwall 104, in Rheinberg. Neue Autoren sind willkommen.

Weitere Informationen zum Nachschlagewerk und den Themen gibt es bei Sabine Sweetsir: 02843/16349 oder 02843/171349.

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