Karneval

Prinz Matthias I. punktet in Rheinberg mit Präsenz

Rheinberg - Rhinberkse Jonges - der neue Prinz ist gewählt Matthias Plugge - Mitte rechts Markus Becker - links Jan Giessing

Rheinberg - Rhinberkse Jonges - der neue Prinz ist gewählt Matthias Plugge - Mitte rechts Markus Becker - links Jan Giessing

Foto: Fischer, Armin (arfi)

Rheinberg.  Matthias Plugge ist neuer Prinz der Rheinberger Karnevalisten. Er wurde am Samstagabend gewählt und tritt nun als Prinz Matthias I. „der Präsente“ an.

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Im „Punto“ an der Gelderstraße war kein Platz mehr frei am Samstagabend, die Rhinberkse Jonges hatten das Lokal geentert und besetzt. Die Stimmung war so gut, als sei die Karnevalssession 2019/2020 bereits in vollem Gange.

Und die Wahl des neuen Prinzen war sehr speziell. „Es gab vier Kandidaten, das hatten wir schon lange nicht mehr“, sagt Jonges-Präsident Wolfgang Rams erfreut. Er gehörte zu jenen, die die Qual der Wahl hatten und sich für einen Kandidaten entscheiden mussten. Stephan von Thenen, Daniel Kühn, Florian Borkowski oder Matthias Plugge – wer sollte die Rhinberkse Jonges bis Aschermittwoch anführen? Es gab Argumente für jeden der vier Bewerber, die meisten Stimmen erhielt letztendlich aber Matthias Plugge, der nun als Prinz Matthias I. „der Präsente“ antritt.

Der 37-Jährige freute sich wie ein Schneekönig, auch wenn er ein König ohne Land ist. Pardon: Ein Prinz ohne Zug. Jedenfalls ohne Rosenmontagszug in Rhinberk. Der findet nur alle zwei Jahre statt, der nächste wieder 2021. „Aber das macht mir nichts aus“, versicherte Plugge. „Dafür ziehen wir ja Rosenmontag in Kamp-Lintfort mit. Und es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass die ganze Mannschaft dann hinter einem steht. Ich gehe von gut und gerne 50 Uniformierten aus.“

Auf großem Fuße

Matthias Plugge lebt mit Schuhgröße 52 gewissermaßen auf großem Fuße, ist allerdings ein ganz bescheidener Mensch. Und eigentlich auch nur ein halber Rheinberger. Denn geboren wurde er in Vechta, aufgewachsen ist er in Dülmen, irgendwann kam er dann nach Rheinberg, wo er in der Session 2001/2002 zu den Rhinberkse Jonges stieß. Er war aktiv im Wagenbau und bis vor drei Jahren Stadtwachenkommandant.

Dass er inzwischen mit Ehefrau und zwei kleinen Kindern – eines vier, eines zwei Jahre alt – in Menzelen-West lebt, nehmen die Kollegen ihm nicht übel. „Er bleibt einer von uns“, unterstreicht Vizepräsident Lars Kisters und schmunzelt.

Gute Kondition ist gefragt

Auf 70 bis 80 Termine bei kleineren und größeren Veranstaltungen muss sich der Prinz einstellen. Um das zu überstehen, muss man eine gute Kondition haben und ein Umfeld, das einen trägt. Das hat Plugge beides: Seine Familie unterstützt ihn und auch mit seinem Arbeitgeber hat bereits über Urlaub gesprochen. Der Prinz ist Diplom-Ingenieur für Ver- und Entsorgungstechnik und arbeitet bei der Firma Trox in Neukirchen-Vluyn als Produktmanager. Das Motto der Session lautet „Rheinberg jubelt himmelwärts, wej fiere Fassnach met vööl Herz“. Karneval wird also wieder mit viel Herz gefeiert.

Dabei hat Prinz Matthias Unterstützung von zwei Freunden: Markus Becker wird ihm als Zeremonienmeister, Jan Gissing als Hofmarschall zur Seite stehen.

Der erste Termin in offizieller Funktion lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Am Samstag, 23. November, beginnt um 14 Uhr in der Rheinberger Stadthalle die Stadtmeisterschaft der Gardetanzgruppen.

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