Geschichte

Rheinberg: Isabell Werth bekam eine spezielle Torte

Isabell Werth (links) freute sich über das Geschenk von Monika Hildner.

Foto: up

Isabell Werth (links) freute sich über das Geschenk von Monika Hildner. Foto: up

Im Alten Rathaus besuchte die weltweit erfolgreichste Dressurreiterin mit Eltern, Freunden und Bekannten die Sammlung von Monika Hildner.

Rheinberg. Für Isabell Werth war es der erste Besuch in der Underberg-Sammlung von Monika Hildner im Alten Rathaus. Dort hat die Sammlerin zwei Räume mit Utensilien des Magenbitter-Herstellers gefüllt. Werbetafeln, Fotos, Ledergürtel, Figuren, alte und neue Flaschen in allen Größen, Kegelbücher, Tabletts, Kartenspiele, Aschenbecher, Blechdosen, ein Essservice von Villeroy & Boch, ein Rucksack, Thermometer, Feuerzeuge oder die „Fliegende Flasche“ und andere Kuriositäten: Hildner präsentiert das Underberg-Universum auf einen Blick. „Und das ist gerade einmal ein Drittel dessen, was ich insgesamt habe“, sagte sie, als die weltweit erfolgreichste Dressurreiterin aus Winterswick mit Eltern, Freunden und Bekannten zum Besuch anrückte.

„Ich bin sehr beeindruckt, das habe ich nicht erwartet“, sagte Werth. „Kaum vorstellbar, dass das alles eine einzelne Person gesammelt hat. Man spürt, wie viel Herzblut darin steckt. Das kann ich nur unterstützen und hoffen, dass sich viele Besucher diese Sammlung anschauen.“ Im Hause Werth, das versicherte die mehrfache Olympiasiegerin, werde ein Underberg als Medizintrunk sehr geschätzt.

Hans-Theo Mennicken, Vorsitzender des Trägervereins Altes Rathaus, erinnerte daran, dass die Sammlung bereits seit 2010 im Alten Rathaus untergebracht sei. „Wenn das Gebäude ab 2019 saniert worden ist, soll die Sammlung auf jeden Fall hier bleiben. Einen Architekten habe die Stadt bereits beauftragt. Die Arbeiten werden 650 000 bis 700 000 Euro kosten. Danach soll das Alte Rathaus als echtes Bürgerhaus genutzt werden. Darauf verwies auch Bürgermeister Frank Tatzel, der ebenfalls gekommen war.

Werth, die auch das Underberg-Stammhaus besuchte, nahm als Geschenk eine typische „Underberg-Torte“ aus aufgestellten Portionsfläschchen mit. Sie soll in ihrem Reitsportzentrum ein Plätzchen bekommen.

„Ich schätze, dass ich 1500 bis 2000 verschiedene Exponate habe“, sagte Hildner, Krankenschwester im Ruhestand. Zu jedem einzelnen kann sie eine Geschichte erzählen. Sie hofft, sich bald „größte private Underberg-Sammlung“ nennen zu können. Seit Jahrzehnten sammelt, kauft, ersteigert sie alles, was sich bietet. „In letzter Zeit bekomme ich viel von alten Rheinbergern, das freut mich.“ Was sie im Lauf der Jahre dafür ausgegeben hat? „Dafür kriegen Sie einen schönen Mittelklassewagen“, so die Frau, die dabei ist, ihren Bestand zu katalogisieren. Später soll die Sammlung an die Stadt übergehen.

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