Jahresbilanz

Trotz Dürre sind Landmaschinen aus Alpen gefragt

Anthony van der Ley und Nicola Lemken sind mit der Bilanz für 2018 zufrieden.

Anthony van der Ley und Nicola Lemken sind mit der Bilanz für 2018 zufrieden.

Foto: arfi

Alpen.   Landmaschinen-Spezialist Lemken blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Auch in Australien werden Vertriebsstrukturen weiter ausgebaut.

Trotz der schwierigen Wetterbedingungen, die im vergangenen Jahr besonders die Landwirte trafen, konnte sich der Landmaschinen-Spezialist Lemken erneut gut auf dem Markt behaupten. Mit einem Umsatz von 380 Millionen Euro, einem Plus von sechs Prozent, blickt das Alpener Unternehmen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. „Es war ein spannendes Jahr, das schon im Januar 2018 mit einem großen Auftragsbestand gestartet ist“, sagt Geschäftsführer Anthony van der Ley. „Der trockene Sommer hat Deutschland, aber auch vor allem Nordosteuropa getroffen, eine wichtige Vertriebsregion für Lemken. Das war für viele Landwirte eine große Herausforderung.“ Dennoch waren besonders im Herbst und Winter die Auftragsbücher wieder gut gefüllt. „Das lag auch daran, dass die Ernte vieler Landwirte zwar geringer ausfiel, durch die gestiegenen Verkaufspreise aber dennoch wieder Geld für Investitionen vorhanden war“, sagt Gesellschafterin Nicola Lemken.

Nachhaltige Landwirtschaft

Stärkster Markt mit 89 Millionen Euro Umsatzerlös und einem unveränderten Exportanteil von 77 Prozent bleibt Deutschland mit einer Umsatzsteigerung von acht Prozent. Im Export machte Lemken insbesondere in Frankreich mit 44 Millionen Euro Umsatzerlös wieder Boden gut. „Das ist insbesondere deshalb erfreulich, als dass wir uns auf dem französischen Markt vielen Mitbewerbern stellen müssen“, so van der Ley. „Französische Landwirte sind Vorbild und Herausforderung zugleich, was Bio-Anbau und nachhaltige Landwirtschaft angeht.“ Darüber hinaus liefen die Geschäfte in Westeuropa positiv. Gute Verkaufszahlen erzielte Lemken in Benelux, Spanien, Italien sowie in Großbritannien. Wobei der „Brexit“ auch bei Lemken eine Rolle spielt. „Wir möchten das zu diesem Zeitpunkt, an dem noch niemand ganz genau weiß, wo die Reise hingeht, aber auch nicht überbewerten“, sind sich Nicola Lemken und Anthony van der Ley einig. Bedeutsame Exportmärkte waren auch Kanada oder die USA – in Australien wurden neue Vertriebsstrukturen aufgebaut, die auch Neuseeland und Tasmanien umfassen.

Ein weiterer Fokus liegt nun auf der Vermarktung des Mitte 2018 übernommenen Unternehmens „Steketee“ und dem Bedarf an chemiefreier Technik. So bekam Lemken in diesem Bereich auch schon diverse Preise. Etwa mit „Rubin 10“, einem neuen Scheibeneggen, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommt. Auch die Lemken-Wetter-station mit zugehöriger App ist zukunftsführend ausgelegt und liefert wertvolle Daten direkt vom Acker.

1635 Mitarbeiter waren 2018 bei Lemken beschäftigt, dazu kommen 265 Leiharbeiter. Auszubildende werden größtenteils übernommen.

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