Nachhaltigkeit

11 Schritte ins nachhaltige Glück mit Autorin Melanie Lahmer

Melanie Lahmer stellt ihr Buch „11 Schritte ins Glück: Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“ in der Hilchenbacher Buchhandlung „Bücher buy Eva“ vor und erzählt, wie sie nachhaltig lebt.

Melanie Lahmer stellt ihr Buch „11 Schritte ins Glück: Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“ in der Hilchenbacher Buchhandlung „Bücher buy Eva“ vor und erzählt, wie sie nachhaltig lebt.

Foto: Sarah Engelhar

Hilchenbach.   Die Siegener Krimiautorin präsentiert in Hilchenbach bei Bücher buy Eva ihren Ratgeber für den Einstieg in ein nachhaltigeres Leben.

Plastik in der Dusche, Plastik im Putzschrank, Plastik in den Wäldern, in den Meeren, und durch das Trinkwasser nehmen wir es selbst auf. Müll und seine Vermeidung werden immer wichtigere Themen – auch angestoßen durch Greta Thunberg und Fridays for Future. Die Siegener Autorin Melanie Lahmer ist eigentlich bekannt für ihre Krimis. Ihr aktuelles Buch hat aber den Titel „11 Schritte ins Glück: Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“ und ist ein echtes Herzensprojekt, wie sie selbst sagt.

In der Hilchenbacher Buchhandlung Bücher buy Eva hat sie das Buch vorgestellt und darüber gesprochen, was sie in ihrem Alltag alles für eine sauberere Umwelt tut. Melanie Lahmer schreibt in ihrem Buch über Müllentsorgung, Müllvermeidung, Minimalismus, Konsum, Ausmisten und die Denkmuster, die überhaupt dazu führen, dass Menschen (zu) viel kaufen und besitzen. Wichtig ist der Autorin dabei, nicht den Moralapostel mit dem erhobenen Zeigefinger zu geben: „Verzichtet nicht auf alles, sondern tut, was euch möglich ist, denn jeder Schritt zählt.“

Joghurt: Becher oder Glas?

Sie selbst sei nicht perfekt, was Nachhaltigkeit und Konsum angeht, das sei auch gar nicht so leicht. „Es gibt nicht DIE eine perfekte Lösung. Man muss sich oft für ein Übel entscheiden und ich wähle das, womit ich mich wohler fühle.“

Lahmer gibt ein konkretes Beispiel: Joghurt gibt es in Plastikbechern und Gläsern. Die Plastikbecher bleiben nach dem Verzehr übrig und wandern in den Müll. Gläser sind wiederverwendbar, müssen dafür aber gespült, aufbereitet und transportiert werden und wiegen bei einem Transport deutlich mehr als Plastikbecher.

Bevor es Antworten geben kann, muss erstmal eine Frage gestellt werden. Das tut auch die Autorin in ihrem Buch. „Was ist an Mikroplastik so problematisch?“, „Warum konsumieren wir so viel?“, „Gibt es ein vergleichbares Produkt mit weniger Verpackung?“ In ihrem Vortrag schneidet Lahmer nur einige der Themen aus ihrem Buch oberflächlich an und schon dabei wird klar: Es gibt viele Möglichkeiten, um nachhaltiger zu leben.

Apfel: Deutschland oder Übersee?

Die Optionen beginnen beim Lebensmitteleinkauf: Glas oder Plastik? Eingeschweißt oder unverpackt? Regional oder Import? – Und ja, tatsächlich kann es umweltfreundlicher sein, einen neuseeländischen Apfel dem deutschen vorzuziehen, nämlich dann, wenn er hier keine Saison hat und extra gezüchtet und frischgehalten werden muss…

Und auch beim Putzen kann die Welt ein bisschen gerettet werden: „Putzmittel braucht man eigentlich nicht. Unsere Omas konnten das auch ohne“, sagt Melanie Lahmer und stellt Natron, Zitronensäure und Essig auf den Tisch. „Damit bekommt man eigentlich alles sauber.“ Genauso geht sie im Bad vor und stellt zum Beispiel Deocreme aus Kokosöl selbst her und näht Abschminkpads aus Stoffresten. Und auch in der Küche ersetzen wiederverwendbare Materialien Plastik und Co., zum Beispiel funktioniert ein Bienenwachstuch ähnlich wie Frischhalte- oder Alufolie.

Haare: Shampoo oder Roggenmehl?

Über die mitgebrachten Beispiele zum Thema Haushalt und Körperpflege kommen auch die Zuhörerinnen des Vortrags ins Gespräch und teilen Tipps miteinander. Die eine wäscht ihre Haare mit Roggenmehl, die andere verpackt Geschenke ausschließlich in Zeitungspapier, einige haben Erfahrungen mit Apps wie Foodsharing gemacht. Aus der Runde kann jeder neue Ideen für ein nachhaltigeres Leben mit nach Hause nehmen und auch die Autorin ist über die Diskussionsrunde begeistert: „Es gibt viele gute Möglichkeiten und zunehmend mehr, was mich sehr freut.“

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