Einsatz

73-Jähriger empfängt die Polizei in Netphen mit Reizgas

Schließlich entscheiden sich die Beamten vor Ort dafür, die Zugangstür mit schwerem Gerät aufzubrechen.

Schließlich entscheiden sich die Beamten vor Ort dafür, die Zugangstür mit schwerem Gerät aufzubrechen.

Foto: Jürgen Schade

Unglinghausen.   Gegen Senior liegt Haftbefehlt vor, er verschanzt sich in der Wohnung, attackiert Beamte zudem mit Feuerlöscher. Die müssen die Tür aufbrechen.

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Mehrere Stunden dauerte am Mittwochmorgen, 14. März, ein Polizeieinsatz an der Hauptstraße in Ung­linghausen, an dem rund 20 Beamte beteiligt waren: Ein 73-jähriger Mann hatte sich in seiner Wohnung verschanzt.

Der Mann sollte wegen eines Haftbefehls gegen 9 Uhr von der Polizei festgenommen werden. Als zwei Beamte klingelten, sprühte ihnen der Mann unvermittelt Reizgas durch den Türspalt ins Gesicht, beide wurden verletzt. Aufgrund dieser Attacke forderte die Polizei Verstärkung. Da die Lage unklar war, wurden das Ordnungsamt der Stadt Netphen, die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst mit Notarzt nachalarmiert. Als die Beamten erneut versuchten ins Gespräch mit dem 73-Jährigen zu kommen, besprühte der sie mit einem Pulverfeuerlöscher, anschließend sperrte er die Tür ab.

Polizistin tarnt sich als Postbote

Auch der nächste Versuch, den Mann dingfest zu machen, scheiterte: Eine Polizeibeamtin in Zivil zog die gelbe Postjacke des zufällig vorbeikommenden Briefträgers an, fuhr mit dem Zustellfahrzeug vor das Haus und versuchte eine Päckchenlieferung an der Haustür vorzutäuschen. Der 73-Jährige öffnete die Tür allerdings nicht.

Schließlich entschlossen sich die Polizeibeamten zum Zugriff: Mit Helmen und schusssicheren Westen ausgerüstet brachen sie schließlich die Haustür mit einem Rammbock auf, überwältigten den 73-Jährigen und legten ihm Handschellen an. Der Mann wurde dabei nicht verletzt.

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