Kein offener Ganztag

„8 bis 1“-Betreuung kommt an Siegener Grundschulen gut an

Acht Siegener Grundschulen setzen im Moment auf Alternativen zum offenen Ganztag.

Acht Siegener Grundschulen setzen im Moment auf Alternativen zum offenen Ganztag.

Foto: Felix Kästle

Siegen.  Auch bei den acht Siegener Grundschulen ohne offenen Ganztag herrscht Nachfrage bei der Betreuung. Vor allem ein Angebot kommt aktuell gut an.

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Auch an den acht Grundschulen, die keinen offenen Ganztag (OGS) anbieten, ist Betreuung gefragt. „Schule von acht bis eins“ sichert Betreuung zwischen 8 und 13 Uhr vor dem stundenplanmäßigen Unterrichtsbeginn und nach der letzten Unterrichtsstunde, „13 plus“ darüber hinaus bis 15 Uhr – wobei die Teilnahme, anders als beim offenen Ganztag, nicht verbindlich ist.

Die mögliche Flexibilität könnte denn auch ein Beweggrund sein, warum die Schulgemeinschaften fast-benachbarter Schulen unterschiedliche Wege gehen, wie Fachbereichsleiterin Anja Vogel jetzt im Schulausschuss vermutete. „Die Initiative für eine OGS ist bisher immer von der jeweiligen Schule ausgegangen.“

Rückgang bei Nachmittagsbetreuung

45,33 Prozent der Schüler an den betroffenen acht Schulen sind bei acht bis eins“ dabei, vor drei Jahren waren es erst 37,89 Prozent. Die Beteiligung bei „13+“ liegt bei 28,25 Prozent.

Während „acht bis eins“ wächst“ zeichnet sich bei der Betreuung über Mittag ein Rückgang ab, möglicherweise zurückzuführen auf die Vereinheitlichung der Elternbeiträge, die nun nicht mehr von den Trägern der Angebote in den einzelnen Schulen, sondern direkt von der Stadt erhoben werden.

Vierter Betreuungsraum für Schule am Hubenfeld

Handlungsbedarf sieht die Verwaltung für die Grundschule auf dem Hubenfeld, wo zunächst der Physikraum der ehemaligen Hauptschule, die im übrigen noch vom Gymnasium Auf der Morgenröthe mitgenutzt wird, als vierter Betreuungsraum eingerichtet werden soll – abgewartet werden sollen die Auswirkungen „schulorganisatorischer Maßnahmen“ (gemeint ist die Schließung der Eiserner Grundschule).

Die Jung-Stilling-Schule in Weidenau wird einen Pavillon brauchen, auch dort, so Anja Vogel, sei die Raumsituation „sehr angespannt“. Schuldezernent André Schmidt schließt Abweisungen von den Betreuungsangeboten nicht aus, wenn die Kapazitäten erschöpft sind: „Dann kann ich nicht mehr Kinder aufnehmen.“

In einer vergleichbaren Lage ist schon der offene Ganztag an Spandauer und Diesterwegschule. Für sie steht ein – gemeinsamer – Umzug ins freiwerdende Realschulgebäude auf dem Häusling im Raum.

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