Jungtiere

A 45 Siegen: Welpen in engen, dreckigen Boxen im Kofferraum

Über Stunden werden die kleinen Hunde in viel zu engen, verdreckten Boxen transportiert.  

Über Stunden werden die kleinen Hunde in viel zu engen, verdreckten Boxen transportiert.  

Foto: POlizei

Siegen.  Die Polizei stoppt rumänischen „Tiertransport“ auf der A 45 bei Siegen: Alle elf Hundewelpen seien für seine Tochter, sagt der „Hundezüchter“.

Die Polizei Dortmund hat am Dienstagabend, 22. September, einen dubiosen „Tiertransporter“ auf der A 45 bei Siegen gestoppt. In einem Kofferraum fanden die Beamten insgesamt elf eingezwängte Hundewelpen, die dem Veterinäramt übergeben wurden.

Nach einem Zeugenhinweis hatten die Polizisten gegen 20.30 Uhr auf der A 45 in Fahrtrichtung Dortmund ein rumänisches Auto mit einem Anhänger bemerkt, der Anhänger war mit einem weiteren Auto beladen. Bei der Kontrolle in Siegen entdeckten die Einsatzkräfte elf Hundewelpen im Kofferraum des aufgeladenen Autos.

Hundewelpen müssen über Stunden Geschäfte in Transportboxen erledigen

Die Jungtiere befanden sich alle in sehr schlechtem Zustand, außerdem waren sie in viel zu kleinen Kartons, Plastikkisten und Transportboxen untergebracht, so die Polizei. Aus dem Kofferraum schlug den Beamten ein stark beißender Geruch entgegen, da die Hunde offensichtlich über Stunden ihre Geschäfte in die Transportboxen verrichtet hatten.

Der Fahrer, ein 47-jähriger Rumäne, behauptete, Hundezüchter zu sein, alle elf Welpen seien für seine Tochter in Niedersachen. Unterlagen wie Impfpässe habe er dabei. Die Beamten verständigten das Gesundheits- und Veterinäramt aus Siegen, das sich vor Ort ein eigenes Bild machte. Die Mitarbeiter stellten fest, dass die Dokumente des Fahrers für einen gewerblichen Transport der Tiere nicht vollständig waren und ordneten die Sicherstellung der Welpen an.

Kleinen Hunde werden im Siegener Tierheim untergebracht

Die kleinen Hunde wurden aus den engen, verschmutzten Boxen befreit und im Tierheim untergebracht, wo sie tierärztlich untersucht wurden. Den 47-Jährigen etwartet eine Anzeige wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz.

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