Brückenerneuerung

A 45: Verkehr fließt über neue Brücken Rinsdorf und Rälsbach

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Der Verkehr kann Anfang Dezember über die neue A 45-Teilbrücke Rinsdorf fließen.

Der Verkehr kann Anfang Dezember über die neue A 45-Teilbrücke Rinsdorf fließen.

Foto: Autobahn Westfalen / Felix Lübbert

Wilnsdorf.  Erste beiden Hälften der neuen A 45-Autobahnbrücken Rinsdorf und Rälsbach sind fertig. Und bald stehen die Sprengungen der anderen Hälften an.

Die ersten Hälften der Autobahn-Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach sind fertig. Noch bis Anfang Dezember laufen die Hauptprüfungen der beiden Teilbauwerke, die dann quasi ihre Betriebserlaubnis erhalten. Wie die Autobahn Westfalen mitteilt, nehmen die Brückenprüfer die Neubauten vom Geländer bis zum Pfeilerfuß unter die Lupe, dann kann der Verkehr Schritt für Schritt auf die neuen Bauwerke umgelegt werden.

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Wegen der großen Nähe werden die Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach parallel gebaut. So können Bauzeiten und vor allem die Verkehrseinschränkungen verkürzt werden. Vor der Verkehrsumlegung wurde die Brücke Rinsdorf in den vergangenen Wochen abgedichtet. Um diese Arbeite auch bei schlechterer Witterung durchzuführen, wurde ein Zelt aufgebaut. Nach dem Asphaltieren folgen Markierungs- und Schutzplankenarbeiten.

Erstmals wird in Deutschland eine so große Brücke wie Rinsdorf an der A 45 verschoben

Die Rinsdorf-Talbrücke ist eine von noch vier Großbrücken an der A 45, die baulich nicht komplett getrennt sind – die Fahrbahnen beider Richtungen ruhen auf gemeinsamen Pfeilern. Eine besondere Herausforderung für den Brückenneubau – schließlich muss der Verkehr weiter rollen. Wie bei der bereits neu gebauten Lennetalbrücke in Hagen, wo der fast 1000 Meter lange Überbau einer Brückenhälfte Anfang des Jahres quer in die endgültige Lage verschoben wurde, wird auch die neue Talbrücke Rinsdorf aus zwei Teilbauwerken bestehen. Die erste Hälfte ist nun fertig und geht Anfang Dezember unter Verkehr.

Allerdings stehen die über 70 Meter hohen Pfeiler noch nicht an ihrem endgültigen Platz. Erst wenn die alte Brücke gesprengt worden ist und die zweite Brückenhälfte gebaut wurde, rücken beide Brückenteile zusammen. „Dabei verschieben wir erstmals in Deutschland eine so hohe Talbrücke samt ihrer Pfeiler“, so Karl-Josef Fischer, Geschäftsbereichsleiter Bau der Autobahn-Außenstelle Netphen. Diese Herausforderung steht voraussichtlich im Jahr 2024 an.

Die alten Teilbrücken Rinsdorf und Rälsbach an der A 45 werden bald gesprengt

Rinsdorf: Die zweite Mammutaufgabe für die Autobahn Westfalen ist die Sprengung der Bestandsbrücke Rinsdorf. Fischer: „Eine Brücke mit diesen Dimensionen zu sprengen, ist ziemlich einmalig.“ Ab Ende November laufen unter der Talbrücke Rinsdorf die Vorbereitungen für die Sprengung der anderen Hälfte im Februar. Bevor es soweit ist, muss für die Brücke ein Fallbett hergestellt werden, damit die Trümmer weder die Eiserfelder Straße (L 907) noch den Heckebach in Mitleidenschaft ziehen.

Außerdem muss das Bauwerk vor der Sprengung geleichtert werden: Fahrbahnbelag und sämtliche Aufbauten sowie die sogenannten Kragarme und Teile der Fahrbahnplatte müssen entfernt werden, um vor der Sprengung das Gewicht der Brücke und die Erschütterungen beim Aufprall zu reduzieren. Dafür muss die L 907 ab Montag, 29. November, bis Ende Februar zwischen Rinsdorf und Wilnsdorf voll gesperrt werden. Eine Umleitung führt über die L909 und B54 über Obersdorf. Das Industriegebiet Wilnsdorf bleibt aus Wilnsdorf erreichbar.

Rälsbach: Die Sprengung der zweiten Hälfte der Talbrücke ist nur wenige Wochen nach der Rinsdorfer Brücke geplant. Hier sind allerdings nur Wirtschaftswege betroffen, das Teilbauwerk ist kleiner als die Brücke Rinsdorf.

Vor der Verkehrsfreigabe werden die neuen Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach geprüft

Während das Ende der alten Brücken geplant und vorbereitet wird, machen sich Brückenprüfer daran, die beiden Neubauten ausführlich in Augenschein zu nehmen. Bevor ein Neubau für den Verkehr freigegeben werden kann, steht eine erste Hauptprüfung an.

Bei dieser „H1“ werden alle Bauteile wie bei der regulär alle sechs Jahre stattfindenden Hauptprüfung „handnah“ in den Blick genommen. Dabei geht es auch darum, oberflächliche Fehler zu finden und noch vor der Freigabe zu beseitigen. Das können zum Beispiel sogenannte Kiesnester sein, bei denen der Beton an der Schalung nicht ausreichend verdichtet wurde und sich so eine unebene Oberfläche gebildet hat. „Was die inneren Qualitäten der Brückenbauteile angeht, finden die wichtigsten Prüfungen während der Bauphase statt“, erklärt Gunter Nöh, Bauüberwacher der Autobahn Westfalen an den Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach.

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Für die Talbrücke Rinsdorf geht die derzeitige Prüfung allerdings noch als Sonderprüfung ins Bauwerksbuch ein. Denn die erste Brückenhälfte steht ja noch nicht an ihrem endgültigen Platz. Die H1 folgt dort also erst nach dem Verschub. Bis dahin hat das Bauwerk aber schon ein paar Jahre Verkehr bewältigt.

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