Straftat

Aggressiver Mob bedrängt Polizisten am Bahnhof Siegen

Ein 25-jähriger Mann leistete derart Widerstand, dass die Handschellen sich verformten.

Ein 25-jähriger Mann leistete derart Widerstand, dass die Handschellen sich verformten.

Foto: Michael Kleinrensing

Siegen.   Beamte können Gruppe erst durch Einsatz von Pfefferspray auf Abstand halten. Widerstand gegen Festnahme: Metallene Handschellen verbogen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einer größeren Menge von aggressiven jungen Männern sahen sich Siegener Polizisten in der Nacht zu Ostermontag, 2. April, im Bereich Hindenburgstraße in Siegen gegenüber. Vorangegangen war eine Auseinandersetzung zwischen zwei Kontrahenten: Nach einem Körperverletzungsdelikt in einem Lokal weigerte sich ein 25-Jähriger, seine Personalien anzugeben. Die Beamten fesselten den aggressiven und alkoholisierten Mann, der derart massiven Widerstand leistete, dass sich selbst die metallene Handfessel der Polizei verformte. Um weitere Straftaten zu verhindern, wurde er schließlich in Gewahrsam genommen.

Zur selben Zeit wurden weitere Streifenwagenbesatzungen zum gleichen Ort gerufen: Es gab Streit in einer größeren Personengruppe. Während die Polizei den eigentlichen Sachverhalt klären wollte, „kam es zu Solidarisierungseffekten von zahlreichen Männern mit Migrationshintergrund gegenüber den eingesetzten Beamten“, heißt es im Polizeibericht: Ein 27-Jähriger störte die Maßnahmen der Beamten verbal und körperlich. Etwa versuchte er mehrfach, die Polizisten zurückzudrängen oder sie daran zu hindern, den erwähnten 25-Jährigen festzunehmen. Einem Platzverweis kam er nicht nach, störte und beleidigte die Beamten stattdessen weiter.

Gruppe bedrängt die Beamten

Als die Einsatzkräfte den Mann schließlich gewaltsam zum Streifenwagen bringen wollten, bedrängten mehrere Personen die Beamten und ließen trotz mehrfacher Aufforderung auch nicht davon ab. Auch als die Polizisten den Einsatz von Pfefferspray androhten, ließ sich die Gruppe davon nicht beeindrucken – um die Störer auf Abstand zu halten, setzten die Beamten schließlich das Reizgas ein.

Insgesamt war die Polizei mit acht Streifenwagenbesatzungen vor Ort. Gegen den 25-Jährigen und den 27-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte sowie Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

  • Die Lokalredaktion Siegen ist auch bei Facebook.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben