Kinderbetreuung

Allenbach: Waldkindergarten Kaspareiche steht auf der Kippe

Viele Eltern möchten ihre Kinder in Waldkindergärten betreuen lassen. Das pädagogische Konzept sieht vor, dass die Jungen und Mädchen einen Großteil der Zeit in der freien Natur verbringen.

Viele Eltern möchten ihre Kinder in Waldkindergärten betreuen lassen. Das pädagogische Konzept sieht vor, dass die Jungen und Mädchen einen Großteil der Zeit in der freien Natur verbringen.

Foto: Thomas Schmidtke

Allenbach.  Der Christliche Wald- und Naturkindergarten „Kaspareiche“ wird wohl nicht realisiert. Es soll Uneinigkeit wegen Grundstücksfragen geben.

Der Christliche Wald- und Naturkindergarten „Kaspareiche“ kann voraussichtlich nicht in der Oberbach realisiert werden. Die Hinweise verdichten sich: Es gibt Probleme mit dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück der Waldgenossenschaft Hof Stöcken. Eigentlich sollte der Kindergarten des Anfang 2018 gegründeten Trägervereins „Christlicher Wald- und Naturkindergarten“ den Betrieb im August 2019 aufnehmen. Bis zu 20 Kinder von zwei bis sechs Jahren sollten dort betreut werden — zunächst 25 Stunden in der Woche. Die Leitung sollte Sozialpädagogin Nicole Lutz aus Grund übernehmen, sie will die Einrichtung gemeinsam mit zwei Kolleginnen im Wald betreiben.

Nach Informationen dieser Zeitung soll es allerdings innerhalb der Waldgenossenschaft Hof Stöcken Uneinigkeiten gegeben haben. Die Rede ist von mangelnder Kommunikation und fehlenden Absprachen. Daraufhin soll die mündliche Zusage gegenüber dem Kindergarten-Trägerverein widerrufen worden sein. Auch die Zufahrt zum Gelände sei kontrovers diskutiert worden, da diese unter anderem über den Wanderparkplatz Oberbach erfolgen sollte. Dieser wiederum gehört der Waldgenossenschaft Ruckersfeld. Öffentlich äußern möchten sich die Beteiligten nicht.

Holzmobil mit Naturzaun vorgesehen

Vorgesehen war das Aufstellen eines speziell für Waldkitas entwickelten Bauwagens, eines so genannten Holzmobils, in einem Waldstück in direkter Nähe zum Wanderparkplatz an der L 728, Abzweig Ruckersfeld. „Der Wald bietet vielfältige Bewegungsanreize und thematische Impulse in der frischen Luft. Ganzheitliche Gesundheit, Körperwahrnehmung und alle Sinne werden gefördert als Voraussetzung jeglichen Lernens und Kreativität“, heißt es auf der Webseite des Kindergartens. Das Konzept sieht zudem eine Terrasse rund um den Bauwagen vor, sowie die Einfriedung des Grundstücks mit Tauen, Hecken und einem Naturzaun.

In Bedarfsplanung aufgenommen

Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein hatte Mitte März zwei Waldkindergärten, die im nächsten Kindergartenjahr ab August ihren Betrieb aufnehmen wollen, in die Bedarfsplanung aufgenommen: darunter auch die Waldkita an der Kaspareiche bei Allenbach. Mit der Aufnahme in den Plan wurde die Finanzierung mit Landesmitteln möglich (wir berichteten). Nun beginnt scheinbar die Suche nach einem alternativen Grundstück.

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