Henrik Schumann

Ans neue Ufer mit Siegens neuem Baurat

Stadtbaurat Henrik Schumann erinnert beim Neubürger-Rundgang daran, wie viel sich in Siegen in den vergangenen Jahren verändert hat.

Foto: Florian Adam

Stadtbaurat Henrik Schumann erinnert beim Neubürger-Rundgang daran, wie viel sich in Siegen in den vergangenen Jahren verändert hat. Foto: Florian Adam

Siegen.   Henrik Schumann führt zum ersten Mal in seiner Funktion als neuer Siegener Baurat eine Gruppe entlang der Stationen des Neue-Ufer-Projekts.

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Die Sache mit den Großimmobilien in der Oberstadt hätte auch anders ausgehen können. Mit der Verwendung des Unteren Schlosses und des ehemaligen Stadtkrankenhauses für den Campus Mitte hätte sich die Frage der Nachnutzung für „zwei schwierige Immobilien auf einen Schlag gelöst – und die Innenstadt wird auch noch belebt“, sagt Stadtbaurat Henrik Schumann beim Neubürger-Rundgang am Freitag. Andere Städte hätten oft mehr Schwierigkeiten, wenn Sonderbauten dieser Größenordnung leergezogen würden.

Es ist ziemlich frisch, der Wind pfeift kühl über den Schlossplatz. Nur ein Bürger und zwei Bürgerinnen haben sich eingefunden, und nur eine ist wirklich neu in Siegen. Es ist der erste Rundgang entlang der Stationen des Neue-Ufer-Projekts, den Schumann in seiner Funktion als Stadtbaurat leitet.

Verknüpfung diverser Faktoren

Bisher führten sein Amtsvorgänger Michael Stojan und Bürgermeister Steffen Mues Gruppen durch Siegens neu gestaltete Mitte. Aber weder die Temperatur noch die überschaubare Teilnehmerzahl scheinen Schumann bei der Premiere zu betrüben. Baurat ist er seit 1. Februar, zuvor war er bereits acht Jahre bei der Stadtverwaltung beschäftigt, zuletzt als Leiter der Abteilung Stadtentwicklung. Was sich im Zuge von und im Zusammenhang mit der Regionale 2013 im Zentrum getan hat, bekam er von Berufs wegen hautnah mit. Und das ist eine Menge: „Viele, die früher in Siegen gelebt haben und heute wiederkommen, trauen ihren Augen nicht.“

Für diesen Wandel kam, daran erinnert Schumann, einiges zusammen. Die Regionale war ein ganz entscheidender Aspekt, der Umzug der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ins Untere Schloss stand aber unabhängig davon an – ermöglicht durch den Auszug der Justizvollzugsanstalt, da deren Hauptstelle in Attendorn erweitert wurde und die Siegener Dependance nicht mehr benötigte. Das Kreisklinikum konzentrierte sich auf den Standort Weidenau und räumte das Stadtkrankenhaus. Und die Siegplatte, deren Entfernung das Herzstück des Projekts „Zu neuen Ufern“ war, war so marode, dass die Sanierung aus eigener Tasche die Stadt wohl mehr gekostet hätte als die Freilegung der Sieg einschließlich Umgestaltung der umliegenden Bereiche – denn für Letzteres gab es beträchtliche Förderung vom Land. Nicht zuletzt ist da das private Engagement, wie Schumann beim Blick in die Sandstraße betont.

Breitere Bürgersteige, neue Bodenbeläge, unterirdische Müllbehälter – und diverse Hausbesitzer zogen nach und investierten in das Erscheinungsbild ihrer Immobilien. „Es hat selbst uns Fachleute überrascht, wie viel noch passiert, wenn man als Stadt eine Straße aufwertet“, sagt Schumann.

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Henrik Schumann erinnerte noch einmal an die „harten Kämpfe“, die für den Abriss der Siegplatte erforderlich waren.

Er schaute auch voraus auf das Programm „Rund um den Siegberg“: „Wir versuchen, unsere Erfolgssträhne weiter zu nutzen.“

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