Siegen. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften rückten am Montagmorgen rund 100 Feuerwehleute sowie 30 DRK-Helfer zur Hans-Reinhardt-Schule auf den Rosterberg aus. Gegen 9.40 Uhr wurde die Kreisleitstelle wegen eines Chemieunfalls im Hallenbad alarmiert, den der Hausmeister bemerkt hatte. Zeitgleich schlug der Alarmmelder der Schule an.

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften rückten am Montagmorgen rund 100 Feuerwehleute sowie 30 DRK-Helfer zur Hans-Reinhardt-Schule auf den Rosterberg aus. Gegen 9.40 Uhr wurde die Kreisleitstelle wegen eines Chemieunfalls im Hallenbad alarmiert, den der Hausmeister bemerkt hatte. Zeitgleich schlug der Alarmmelder der Schule an.

20 bis 30 Liter ausgelaufen

Im Technikraum unter dem Hallenbad war nach ersten Erkenntnissen Schwefelsäure ausgelaufen, die dazu verwandt wird, den PH-Wert im Wasser zu puffern. Diese läuft über ein Pumpen-Schlauch-System, in dem ein Schlauch undicht geworden war. Nach Aussage des Einsatzleiters der Feuerwehr Siegen sind rund 20 bis 30 Liter Schwefelsäure ausgelaufen. Ein Einsatztrupp machte sich in Vollschutz-Chemieanzügen daran, die betroffene Leitung und das System abzudichten. Zudem wurden weitere Trupps ins Gebäude geschickt, um die Belastung zu messen.

Die Hans-Reinhardt-Schule wurde evakuiert, die Schüler im AWO-Heim im Fitz-Fries-Seniorenzentrum, das sich neben der Schule befindet, untergebracht. Dort wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet. Fünf Personen – drei Kinder und zwei Betreuer –, die sich im Hallenbad befunden haben, wurden mit Atemwegsreizungen zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht.

Bereich voll gesperrt

Die Einsatzkräfte in den Vollschutz-Chemieanzügen mussten anschließend in die Dekontamination. Die Polizei hatte den Bereich des Rosterbergs vom Paul-Fickeler-Weg bis zum Abzweig zum Jung-Stilling-Krankenhaus voll gesperrt.