Siegen. . Der Siegener Kommunalpolitiker (Die Linke) ist im Alter von 64 Jahren überraschend gestorben.

Martin Gräbener ist tot. Der 64-jährige Linken-Politiker starb am Mittwochmorgen völlig überraschend — Bürgermeister Steffen Mues überbrachte die Nachricht am Nachmittag im Hauptausschuss.

Der selbstständige Elektrotechniker war gebürtiger Siegener. In die Kommunalpolitik kam er über die Grünen; er gehörte mit Helga Rock der ersten Siegener Stadtratsfraktion der Grünen an, er übernahm später – als die Rotation bei den Mandatsträgern in der jungen Partei noch verpflichtend war — Helga Rocks Platz im Kreistag. Die Wege Martin Gräbeners und der Grünen trennten sich in den späten 1980er Jahren, eine neue politische Heimat fand er bei den Linken. Dort war er in verschiedenen Funktionen aktiv, 2010 als Landtagskandidat, zeitweise als Kreisvorsitzender, zuletzt als Vorsitzender der Siegener Ratsfraktion und Geschäftsführer des Linken-Kreisverbandes.

Martin Gräbener engagierte sich in den 1980ern in der damals starken westdeutschen Friedensbewegung. Schon früh lernte er auch Geschichte und Schicksal des kurdischen Volkes kennen; die Siegener Kurdische Gesellschaft unterstützte er mit Nachdruck bei deren Protest gegen die Erdogan-Regierung.

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