Netphen. Eine Mediensäule reichert die Präsentation im Heimatmuseum Netphen an. Das ist erst der Anfang des Umbaus.
Digital geht das Heimatmuseum Netpherland in die Zukunft. Mit einer Spende von 1600 Euro ermöglichte die Volksbank in Südwestfalen die Anschaffung einer mit zwei Bildschirmen ausgestatteten Mediensäule. Der Heimatverein lud nun Sonja Böcking, zuständig für den Bereich Unternehmenskommunikation der Volksbank Südwestfalen, und Michael Mockenhaupt, Teilmarktleiter in Netphen und Wilnsdorf ins Heimatmuseum Netpherland ein.
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Nach fast 30 Jahren ist das Museum Netphen sanierungsreif
Begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden Nico Eggers sowie Nicole Schmallenbach, Harald Gündisch und Lothar Schulte vom Museumsteam des Heimatvereins. Zunächst wurden die Gäste durch die auf drei Etagen verteilten Ausstellungsräume des Heimatmuseums geführt. Anschließend verwies Nico Eggers darauf, dass hinsichtlich der Bausubstanz des Museumsgebäudes seit der Wiedereröffnung des Heimatmuseums Netpherland am 25. Februar 1994 (nach einer Altbaurenovierung und Errichtung eines Anbaus) quasi keine Veränderungen mehr erfolgten, was dem Gebäude innen und außen anzusehen sei. Deshalb hat sich der Heimatvereinsvorstand inzwischen mit der Stadt Netphen in Verbindung gesetzt, die bereits erste Maßnahmen zur Verbesserung auf den Weg gebracht hat. Auch der Bekanntheitsgrad des Museums in der Bevölkerung müsse, so Eggers, noch deutlich gesteigert werden.
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Geschichten erzählen – nicht nur Geräte ausstellen
Da auch das Ausstellungskonzept des Heimatmuseums Netpherland inzwischen in die Jahre gekommen und größtenteils nicht mehr zeitgemäß ist, wie Lothar Schulte vom Museumsteam betonte, soll dem mit einer Neukonzeption der Dauerausstellung entgegengewirkt werden. Es sei besser, mit dieser Ausstellung gezielt auch für die jüngere Besuchergeneration Geschichten zu erzählen, anstatt einfach Gerätschaften und Werkzeuge aus früheren Zeiten zu präsentieren.
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Auch die mit der fortschreitenden Digitalisierung verbundenen Möglichkeiten müssten zukünftig wesentlich stärker genutzt werden. Ein erster Schritt in diese Richtung war der Einsatz der neuen Mediensäule bei der Finissage der Sonderausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ . Außerdem hatte eine weitere Spende des heimischen Geldinstituts von 800 Euro maßgeblich dazu beigetragen, diese Sonderausstellung zu verwirklichen.
Neues Thema: Verschwinden der Gaststätten in Netphen
Abschließend erfolgte noch der Hinweis, dass auch für dieses Jahr bereits die Planungen für weitere Sonderausstellungen angelaufen sind. So soll die eng mit dem Bierbrauerhandwerk verbundene Geschichte des Siegerlands in Verbindung gebracht werden mit der Entwicklung der Gastronomiebetriebe im Netpherland vom Aufblühen der Gastwirtschaften bis zum danach einsetzenden, noch heute zu beobachtenden „Verschwinden der Gaststätten“.
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